Login
Aus der Wirtschaft

Rindfleischmarkt International: Hohe Preise und hohe Kosten

von , am
22.11.2011

Die Rinderpreise in der EU und am Weltmarkt kletterten in diesem Jahr auf lange nicht gesehene Höchststände. Gleichzeitig stiegen jedoch auch die Energie- und Futterkosten auf Rekordhöhe.

51.000 t Rindfleisch aus Brasilien ging in den ersten neun Monaten 2013 in die EU. © Barbara Pheby/Fotolia
Nach den Daten der EU-Kommission erhöhten sich die Futterkosten in der europäischen Rindermast von Juni 2010 bis Juni 2011 um mehr als 40 Prozent. Demgegenüber haben die Rinderpreise im gleichen Zeitraum nur um knapp 15 Prozent zulegt. In den USA wurde der sogenannte "Breakevenprice" (Rentabilitätsgrenze), trotz der Rekordpreise zuletzt nicht erreicht. Die Rindermäster schrieben nach den Berechnungen des USDA also rote Zahlen.

Defizit schrumpft

In den letzten Monaten ist das Defizit angesichts rückläufiger Getreide- und Eiweißpreise sowie weiter gestiegener Rindfleischpreise jedoch kleiner geworden. In der EU lag der Preis für Jungbullen (3,55 Euro/kg) im September etwa zwölf Prozent und der Kuhpreis (2,78 Euro/kg) rund 20 Prozent über den bereits recht hohen Vorjahrespreisen. In Deutschland bewegten sich die Rinderpreise am oberen Ende der europäischen Preisskala.
 
Am Terminmarkt in den USA rechnet man noch bis weit in das nächste Jahr hinein mit hohen Rindfleischpreisen. Diese Prognose dürfte sich jedoch mit Sicherheit ändern, wenn die globalen Wirtschaftsaussichten sich weiter verschlechtern und sich nachteilig auf den Konsum auswirken.
 
{BILD:150982:jpg}Die ausführliche Analyse zum europäischen Rindermarkt finden sie in der Ausgabe 12/2011 der NL - Neuen Landwirtschaft/Magazin für Agrarmanager
Auch interessant