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Aus der Wirtschaft

Rind/USA: Preisrallye und satte Gewinne

© Daisuke Ito/Fotolia
von , am
21.03.2014

In diesem Jahr machen die Rindermäster in den USA satte Gewinne. Gründe sind die im Vergleich zum letzten Jahr deutlich niedrigeren Futterkosten und die auf neue Rekordmarken gestiegenen Preise.

US-Rindermäster können momentan gute Preise erzielen. © Daisuke Ito/Fotolia
Am Kassamarkt sind die Rinderpreise von Dezember bis Februar um rund 10 Prozent (%) auf neue Rekordmarken gestiegen. Dabei war das Preisniveau schon in den letzten beiden Jahren sehr hoch und spiegelt das immer knapper gewordene Angebot an Rindfleisch in den USA wider. Am Terminmarkt erwartet man den Preisspitze im März und im April und rechnet danach mit nachgebenden Preisen. Ähnlich schätzt auch das USDA die Marktentwicklung in seiner Märzprognose ein, allerdings hat man die Preiserwartungen für alle Termine höher angesetzt als im Vormonat.

Produktion auf niedrigsten Stand seit 1994

Für das Jahr 2014 erwarte das US-Landwirtschaftsministerium USDA das vierte Jahr in Folge einen Rückgang der Rindfleischproduktion. Von 2013 bis 2014 soll die Erzeugung um 4,6 % auf nur noch 11,17 Mio. t schrumpfen. Im Februar war das USDA allerdings noch von einem deutlich stärkeren Rückgang von 5,3 % ausgegangen. Dennoch ist die Produktion seit 2010 um 7,1 % zurückgegangenen und fällt auf den niedrigsten Stand seit dem Jahr 1994. Verantwortlich für den sehr starken Abwärtstrend waren die sehr hohen Futterkosten der letzten Jahre.

Mäster machen wieder satte Gewinne

Nach Berechnungen der Iowa State Universität wirtschafteten die US-Rindermäster trotz der hohen Preise im gesamten Jahr 2013 bis zum November mit Verlusten. Erst im Dezember 2013 lagen die Margen für die Mäster dann im grünen Bereich. Verantwortlich für die Besserung der ökonomischen Situation war der scharfe Rückgang der Futterkosten, der von März bis Dezember 2013 rund 22 % betrug. Anfang 2014 haben dann die kräftig gestiegenen Preise, in Verbindung mit den deutlich niedrigeren Futterkosten, die Mäster deutlich in die Gewinnzone gebracht und ihnen so hohe Margen wie zuletzt vor 10 Jahren (2004/2003) beschert.
 
Preiserwartungen weiter nach oben korrigiert Das 2014 weiter schrumpfende Angebot führt auch zu weiter steigenden Preisen.. Die Rinderpreise haben jedenfalls bereits im Februar neue Rekordwerte erreicht und auch das USDA geht in seinem aktuellen Märzreport von einem Jahr mit rekordhohen Preisen aus und hat die Preiserwartung sogar nochmals nach oben korrigiert.

Preise im Schnitt 13 Prozent höher als im letzten Jahr

Dabei waren die Rinderpreise bereits in den beiden Jahren 2012 und 2013 sehr hoch. Im Durchschnitt des Jahres 2013 lagen die Preise für Mastrinder (Steers/Heifers) durchschnittlich bei 4,38 USD/kg Schlachtgewicht und im Jahr 2012 bei 4,27 USD/kg SG. In den Jahren bis 2010 lagen die Preise überwiegend zwischen 3,00 USD/kg und 3,50 USD/kg und damit deutlich niedriger. Für 2014 rechnet das USDA in seiner Märzprognose mit einem weiteren Preisanstieg. Im Schnitt des Jahres könnten die Preise dann bei 4,94 USD/kg SG liegen und damit 13 % höher als 2013 und 11 % höher als 2012.
 
Die wichtigsten Exportmärkte für Rindfleisch aus den USA waren im Anfang 2014: Japan (21 %), Mexiko (18 %), Honkong (17 %), Kanada (16 %), Südkorea (12 %) und mit großem Abstand China (3 %). Nach Russland gab es keine Exporte.
 
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