Login
Milchproduktion

Rohstoffwert für Milchpulver steigt um 31 Cent

© HLPhoto/fotolia.com
von , am
02.03.2015

Seit Januar geht es für den Rohstoffwert Milch wieder deutlich aufwärts. Im Februar legte der Milchwert um vier Cent je Kilogramm zu. Insbesondere der Wert für Butter und Magermilchpulver konnte stark zugewinnen.

Die Preise für Magermilchpulver legten im Schnitt um 31 Cent zu auf 210,1 Ct/kg. © Selket/Wikipedia
Für den Februar 2015 berechnet das ife Institut für Ernährungswirtschaft in Kiel einen Rohstoffwert Milch von 29,2 Cent/kg ab Hof. Damit liegt er vier Cent über dem Vormonatswert. Im Vergleich zum Februar 2014 ist der Milchwert Deutschland jedoch noch 13,1 Ct niedriger.
 
Der Rohstoffwert Milch bezieht sich auf die durchschnittlichen Marktpreise für Butter und Magermilchpulver und leitet daraus einen Milchpreis netto (bei 4,0 % Fett, 3,4 % Eiweiß) ab. Der Wert wird ohne Berücksichtigung langfristiger Kontrakte, auf Basis der Notierungen der Süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten und der Amtlichen Notierungskommission für Butter und Käse in Hannover ermittelt.

Butter- und Magermilchpreise legen leicht zu

Die durchschnittliche Butternotierung hat laut dem Institut für Ernährungswirtschaft im Februar deutlich zugelegt auf 312,8 Cent/kg. Damit ist der Wert für Butter im Vergleich zum Januar (295,0 Ct/kg) deutlich gestiegen. Auch die Preise für Magermilchpulver legten kräftig zu, im Schnitt um 31 Cent auf 210,1 Ct/kg. Der Fettwert liegt bei 13,4 Cent je Kilogramm. 
 

Aufwärtstrend hält an

Mit dem verbesserten Ergebnis hat der 14 Monate dauernde Rückgang der Preise vorerst ein Ende gefunden. Die Tendenzen zur Erholung, die schon ab Mitte Januar erkennbar waren, haben sich im Februar ganz entgegen der zu dieser Jahreszeit üblichen Entwicklungen verstärkt und dürften auch im März anhalten, so dlv-Marktexperte Dr. Olaf Zinke. Die Signale hierfür seien sowohl vom stagnierenden Milchangebot in der EU als auch vom Weltmarkt ausgegangen.
 
Der wichtigste Zweig der Milchverarbeitung, die Käseherstellung, hat allerdings vorerst nur begrenzt zur Erholung beigetragen, und dies in der Hauptsache über die Koppelprodukte Butter und Molke. Die Käsepreise haben sich bis jetzt nach monatelangem Rückgang lediglich stabilisiert, doch sind für März höhere Preise in Sicht.
Auch interessant