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Milchproduktion

Rohstoffwert der Milch klettert im November auf 29,1 Cent

von , am
30.11.2009

Berlin - Die Milchanlieferungen an die Molkereien in Deutschland steigen offenbar allmählich wieder. Der Rohstoffwert der Milch ist im November um 2,9 Cent auf 29,1 Cent gestiegen.

© JoLin/Fotolia

In der Woche zum 22. November 2009 erhöhte sich das Rohstoffaufkommen in Rheinland-Pfalz laut Angaben der Milchwirtschaftlichen Arbeitsgemeinschaft gegenüber der Vorwoche um 2,2 Prozent. Aus Niedersachsen meldete die Landesvereinigung der Milchwirtschaft ein saisonales Plus von 1,0 Prozent. Dagegen blieb das Rohstoffaufkommen in Nordrhein-Westfalen praktisch konstant. Von einer stagnierenden bis leicht steigenden Entwicklung sprach der Verband der Milcherzeuger Bayerns (VMB). Bundesweit war die Liefermenge in der Woche zum 15. November um 0,2 Prozent gesunken, was ausschließlich auf die Entwicklung in Westdeutschland mit einem Minus von 0,6 Prozent zurückzuführen war. Dagegen erhöhte sich das Rohstoffaufkommen in Ostdeutschland um 1,5 Prozent.

Liefermenge geht zurück

Gegenüber der Vorjahreswoche blieb die Liefermenge bundesweit um 1,2 Prozent zurück. Dabei wurde die Vorjahreslinie in den neuen Bundesländern um 8,3 Prozent unterschritten; in Westdeutschland wurde das Vorjahresniveau dagegen laut Angaben der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen um 1,0 Prozent übertroffen. Am Markt dominierten weiterhin stabile Tendenzen. Das galt für die Käse- ebenso wie für die Butter- und Pulverpreise. Die bessere Marktlage schlug sich in einem weiteren Anstieg des Rohstoffwertes der Milch nieder, der vom Kieler Informations- und Forschungszentrum für Ernährungswirtschaft (ife) für November 2009 mit 29,1 Cent angegeben wurde, das waren 2,9 Cent mehr als im Vormonat.

Absatzbelebung durch Plätzchenbäckerei

Die Butterproduktion wurde von den meldenden Betrieben in Deutschland während der Woche zum 15. November saisonal um 12,4 Prozent sowie im Vergleich zur entsprechenden Vorjahreswoche um 33,6 Prozent eingeschränkt. Aus der staatlichen Intervention wurden bei Vorräten von weiterhin 9.894 t in Deutschland keine Mengen entnommen. Die Bestände in der privaten Lagerhaltung verringerten sich auf 7.296 t. Verstärkter Bedarf bestand, da sich mit der bevorstehenden Adventszeit Anzeichen einer Absatzbelebung aufgrund der Plätzchenbäckerei bemerkbar machten. Mit den Lebensmittelketten waren Ende Oktober Kontrakte zur Butterbelieferung zumeist über eine dreimonatige Laufzeit bis Ende Januar abgeschlossen worden, so dass die Abmachungen mit den Einzelhändlern noch über die zuweilen etwas absatzschwache Zeit nach Weihnachten hinausreichen.

Süßmolkepulver tendiert fester

Die Käseproduktion in Deutschland wurde in der Woche zum 15. November saisonal um 0,2 Prozent eingeschränkt. Dabei wurde das entsprechende Vorjahresniveau um 6,9 Prozent übertroffen. Nachfrageseitig war die Entwicklung leicht uneinheitlich. So wurden in Kempten am 25. November die Notierungen für Edamer bei beschränktem Angebot leicht heraufgesetzt. Für Allgäuer Emmentaler und Viereckhartkäse blieb die Nachfrage verhalten und die Preise tendierten seitwärts. Weiter im Aufwind waren Ende November die Preise für wichtige Milchdauerwaren. So wurden der obere und der untere Wert der Preisspanne für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität am 25. November jeweils um 3 Cent auf 2,08 Euro bis 2,18 Euro je Kilogramm angehoben. Süßmolkenpulver tendierte ebenfalls fester. (AgE)

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