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Milchproduktion

Rohstoffwert Milch knackt 30-Cent-Marke

AgE
am
07.04.2015

Der Kieler Rohstoffwert für Milch ist im März 2015 das dritte Mal in Folge gestiegen und konnte erstmals seit einem halben Jahr wieder die 30-Cent-Marke überwinden.

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Wie aus aktuellen Berechnungen des Kieler Informations- und Forschungszentrums für Ernährungswirtschaft (ife) hervorgeht, lag der anhand der Verwertungsmöglichkeiten über Butter und Magermilchpulver kalkulierte Rohstoffwert für ein Kilogramm Standardmilch ab Hof mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß zuletzt bei 30,1 Cent. Im Vergleich zum Februar legte der Milchwert für März um 0,9 Cent/kg oder 3,1% zu. Das Vorjahresniveau wurde allerdings um 10,6 Cent/kg beziehungsweise um gut ein Viertel verfehlt.
 
Verantwortlich für die jüngste Aufwärtsentwicklung des Rohstoffwerts war allein der Preisanstieg für Milchfett. Die durchschnittliche Butternotierung belief sich im März 2015 auf 338,60 Euro/100 kg. Das waren 25,80 Euro oder 8,2 % mehr als im Februar. Dadurch verbesserte sich die Verwertung der einge setzten Rohmilch über die Fettkomponente binnen Monatsfrist um 1,3 Cent/kg und lag zuletzt bei 14,7 Cent/kg. 

Geringerer Erlös für Magermilchpulver

Magermilchpulver erlöste im März im Schnitt mit 207,4 Euro/100 kg dagegen 2,70 Euro oder 1,3 % weniger als im Vormonat. Dadurch nahm der abgeleitete "Nichtfettwert" der Milch um 0,3 Cent/kg auf 16,9 Cent/kg ab.
 
Werden beide Wertkomponenten zusammen betrachtet, belief sich der Milchwert frei Rampe Molkereizuletzt auf 31,5 Cent/kg. Nach Abzug der unterstellten Erfassungskosten von 1,4 Cent/kg hatte die Milch auf Erzeugerstufe im März theoretisch einen Wert von 30,1 Cent/kg.

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