Login
Haltung und Mast

Rumänien: Schwarzmarkt für Fleisch blüht

von , am
29.10.2013

Bukarest - Rumänien hat Mitte 2010 die Mehrwertsteuer für Nahrungsmittel auf 24 Prozent angehoben. Daraufhin hat der Umfang der Schwarzmärkte und der Steuerhinterziehung deutlich zugenommen.

Die Kuhpreise sinken aufgrund erhöhter Schlachtzahlen. © contrastwerkstatt/Fotolia
Das Landwirtschaftsministerium habe feststellen müssen, dass mit der Anhebung der Verbrauchssteuer "plötzlich Zehntausende Tonnen von Fleisch und Fleischerzeugnissen vom Markt verschwunden" und auf dem Schwarzmarkt wieder aufgetaucht seien, so Agrar-Staatssekretär Achim Irimescu.
 
Das Agrarressort schätze, dass der Fiskus seit der Steueranhebung allein in den Jahren 2011 und 2012 bei Rindfleisch etwa 230 Millionen Euro eingebüßt habe. Außerdem seien 71.000 Tonnen (t) Schweinefleisch "untergetaucht" und dem Staatshaushalt dadurch etwa 30 Mio. € an Steuern entgangen.

Druck auf Regierung wächst

Vor diesem Hintergrund wächst der Druck auf die rumänische Regierung, die Mehrwertsteuer für Fleisch wieder zu senken. Für Brot und Backwaren sei die Steuer bereits wieder auf 9 % abgesenkt worden. Ob dies auch für Fleisch durchzusetzen sei, sei noch unklar. Erst müssten gesicherte statistische Informationen über die steuerpolitischen Folgen der Steuersenkung für Brot vorliegen, bevor die Regierung entscheiden könne, ob auch für Fleisch und andere Lebensmittel die Mehrwertsteuer zu senken sei, erklärte Landwirtschaftsminister Daniel Constantin laut Agra Europe.
Auch interessant