Login
Milchproduktion

Rumänien: Wettbewerbsbehörde überprüft Milchmarkt

von , am
02.08.2013

Bukarest - Hat es in der rumänischen Milchbranche Absprachen zwischen Erfassungsfirmen, Verarbeitern und Handel gegeben? Die hiesige Wettbewerbsbehörde geht entsprechenden Gerüchten nach.

Die Großhandelspreise für Milchprodukte sind im September weiter gefallen. © Mühlhausen/landpixel
Die rumänische Wettbewerbsbehörde (CC) hat kürzlich mit einer Überprüfung von Unternehmen der heimischen Milchbranche begonnen. Anlass waren Medienberichte, wonach es Absprachen zwischen Erfassungsfirmen, Verarbeitern und Handelskreisen für Milch gegeben haben soll.
 
Mitarbeiter der Kartellbehörde beschlagnahmten Dokumente und Geschäftsinformationen von 14 Unternehmen der 33 Mitgliedsfirmen des Arbeitgeberverbandes der Milchindustrie (APRIL).

Auch führende europäische Molkereien werden geprüft

Zu den betroffenen Unternehmen zählen laut APRIL neben rumänischen Firmen unter anderem auch die Töchter führender europäischer Molkereikonzerne wie Danone PDPA SRL, FrieslandCampina SA und Hochland Romania SRL.
 
Sollten die Kartellwächter wettbewerbsschädliche Absprachen zwischen den Teilnehmern am Milchmarkt feststellen, können sie Geldbußen in der Höhe von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes des betreffenden Unternehmens erheben. Schätzungen zufolge werden auf dem rumänischen Milchmarkt Produkte für etwa 800 Millionen Euro im Jahr umgesetzt.

April-Vorsitzender: Gerüchte sind 'Mythen und Legenden'

Der April-Vorsitzende Dorin Cojocaru wies die Vorwürfe zurück. Bei den kursierenden Gerüchten über Preisabsprachen innerhalb der Branche handle es sich schlicht um "Mythen und Legenden".
 
Laut Cojocaru macht der massive Wettbewerb auf dem Milchmarkt als Folge der Wirtschaftskrise Absprachen zwischen den Marktteilnehmern nahezu unmöglich.
Auch interessant