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Milchproduktion

Saisonale Aufwärtsbewegung der Milchanlieferungen hält an

von , am
04.05.2010

Berlin - Die Milchanlieferungen an die Molkereien in Deutschland dürften ihre für die Jahreszeit übliche saisonale Aufwärtsbewegung in der Woche zum 25. April 2010 weiter fortgesetzt haben.

© Guan Toh/Fotolia

Das Rohstoffaufkommen in Nordrhein-Westfalen erhöhte sich laut Angaben der dortigen Landesvereinigung der Milchwirtschaft gegenüber der Vorwoche um ein Prozent; das Niveau der Vorjahreswoche wurde damit um 9,7 Prozent überschritten. In Niedersachsen stieg die angediente Milchmenge in der Berichtsperiode saisonal um 0,5 Prozent; im Jahresvergleich ergab sich dort ein Plus von 1,6 Prozent. Aus Rheinland-Pfalz meldete die Milchwirtschaftliche Arbeitsgemeinschaft gegenüber der Vorwoche ein Plus von 0,3 Prozent.

Laut Darstellung des Verbandes der Milcherzeuger Bayerns (VMB) hielt auch im Freistaat der saisonale Aufwärtstrend an. Bundesweit hatte sich die Liefermenge in der Woche zum 18. April um 0,8 Prozent erhöht. Während in Westdeutschland dabei ein Plus von 1,1 Prozent verzeichnet wurde, sank das Milchaufkommen im Osten um 0,1 Prozent. Gemessen am Aufkommen in der Vorjahreswoche wurden laut Angaben der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsens bundesweit 2,9 Prozent mehr Milch angedient. Dabei wurde die Vorjahreslinie in den alten Bundesländern um 3,0 Prozent überschritten, in Ostdeutschland um 2,5 Prozent.

Butterproduktion zurückgefahren

Die Butterproduktion wurde von den meldenden Betrieben in der Bundesrepublik während der Woche zum 18. April saisonal um 6,2 Prozent zurückgefahren; gegenüber der Vorjahreswoche erhöhte sich die hergestellte Menge allerdings kräftig, und zwar um 10,1 Prozent. Wie der VMB berichtete, zeigte sich der Buttermarkt mit Beginn der Spargel- und Erdbeersaison in freundlicher Verfassung. Während vor allem bei Blockware noch weitere Preissteigerungen hätten erreicht werden können, seien die Notierungen bei loser Ware durch bereits abgeschlossene Kontrakte "unverrückbar", stellte der VMB fest. Nichtsdestoweniger wurde an der Börse im Kempten die Preisspanne für lose Butter pro Kilogramm am vergangenen Mittwoch auf 3,00 Euro bis 3,30 Euro angehoben. Auch in Hannover wurde das Preisfenster nach oben korrigiert, und zwar auf 3,27 Euro bis 3,37 Euro.

Notierung für geformte Butter unverändert

Die Notierung für geformte Ware blieb hingegen sowohl in Kempten als auch in Hannover unverändert. Aus Niedersachsen wurde zuletzt eine anhaltend rückläuge Butterproduktion gemeldet. Die Butterbestände in der privaten Lagerhaltung in Deutschland erhöhten sich in der Woche zum 25. April gemäß den Daten der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) saisonal um 1.246 Tonnen auf 6.594 Tonnen; das waren 2.780 Tonnen weniger als ein Jahr zuvor. Aus der staatlichen Intervention wurde noch keine Butter entnommen; die betreffende Vorratsmenge belief sich unverändert auf 63.775 Tonnen.

Saisonal weniger Käse produziert

Die meldepichtigen Käsereien in Deutschland schränkten ihre Produktion in der Woche zum 18. April saisonal um 1,8 Prozent ein; das Aufkommen der Vorjahreswoche wurde aber um 6,1 Prozent übertroffen. Laut VMB verliefen die Geschäfte mit Hart- und Schnittkäse in der Berichtswoche bei einer ungebrochen hohen Nachfrage freundlich, und zwar sowohl im Inland als auch im Exportbereich. Im Weichkäsesegment zeigten sich die Händler ebenfalls zufrieden. An der Börse in Kempten wurden die Notierungen für Edamer, Gouda und Tilsiter angehoben.

Magermilchpulvermarkt tendiert erneut sehr fest

Feste Preissignale kamen wie schon in der Vorwoche auch vom Pulvermarkt. So wurde die Preisspanne für Magermilchpulver in Futtermittelqualität in Kempten um 10 Cent auf 2,10 Euro je Kilogramm bis 2,20 Euro je Kilogramm heraufgesetzt. Das Preisfenster für Lebensmittelware wurde ebenfalls nochmals spürbar nach oben angepasst, und zwar pro Kilogramm um fünf Cent auf 2,35 Euro bis 2,50 Euro. Bei Vollmilchpulver wurde das Preisband um 2,5 Cent je Kilogramm angehoben.

Die Notierung für Süßmolkenpulver in Lebensmittelqualität wurde am unteren Ende der Spanne um zwei Cent je Kilogramm heraufgesetzt und lag bei 0,78 Euro je Kilogramm bis 0,83 Euro je Kilogramm. Die Erzeugung von Magermilchpulver war laut Angaben der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen in der Woche zum 18. April bundesweit saisonal um 4,0 Prozent ausgedehnt worden; die Produktionsmenge der entsprechenden Vorjahreswoche wurde um 7,0 Prozent übertroffen. (AgE)

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