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Haltung und Mast

Schlachtrinder: Preise driften auseinander

von , am
04.06.2012

Brüssel - An den repräsentativen Märkten der Europäischen Union haben sich die Notierungen für Schlachtrinder in der letzten vollen Maiwoche nicht einheitlich entwickelt.

© Andreas Dück/aboutpixel.de
Das durchschnittliche Preisniveau für Jungbullen der Handelsklasse R3 gab laut Angaben der EU-Kommission in der Woche zum 27. Mai 2012 saisonal um 0,83 Euro oder 0,2 Prozent auf 373,20 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht nach. Am stärksten fielen die Notierungen in Portugal mit einem Minus von 2,3 Prozent; im benachbarten Spanien, wie auch in Schweden, war der Preis jeweils um 1,8 Prozent rückläufig.
 
Polnische Bullen brachten im Vergleich zur Vorwoche 1,6 Prozent weniger Geld; in Deutschland und Österreich hielten sich die Erlöseinbußen mit 0,3 Prozent beziehungsweise 0,6 Prozent in Grenzen. Über bessere Verkaufskonditionen konnten sich dagegen die Mäster in Frankreich freuen, dort stiegen die Preise um 1,3 Prozent. In Italien waren es sogar 2,6 Prozent.

Aufwärtstrend am EU-Schlachtkuhmarkt

EU-Marktpreise für Schlachtrinder.
Am EU-Schlachtkuhmarkt setzte sich der stetige Aufwärtstrend der letzten Monate weiter fort. Für Tiere der Handelsklasse O3 wurden in der Berichtswoche im Schnitt 315,46 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht gezahlt; das waren 1,51 Euro oder 0,5 Prozent mehr als eine Woche zuvor. Mit ausschlaggebend war die Entwicklung in Spanien, wo die Preise um 3,7 Prozent überdurchschnittlich zulegten.
 
In Frankreich und Irland gab es für Altkühe gut ein Prozent mehr Geld; in Dänemark, Italien und Deutschland tendierten die Preise mit Zuschlägen zwischen 0,1 Prozent und 0,3 Prozent gut behauptet. Schwächer bewertet wurden diese Tiere dagegen mit einem Notierungsabschlag von 2,0 Prozent in Österreich; in Tschechien, Polen und Slowenien wurden jeweils 1,3 Prozent weniger gezahlt.

Schlachtfärsen: Tendenz schwächer

Etwas schwächer tendierte vor Pfingsten auch der Markt für Schlachtfärsen. Die EU-Durchschnittsnotierung gab um 0,96 Euro oder 0,2 Prozent auf 385,65 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht nach. Dabei fielen die Preise in Italien, Spanien, Portugal und Polen jeweils um rund 1 Prozent. Dagegen wurden die Färsen in Deutschland und Österreich gegenüber der Vorwoche unverändert abgerechnet. In Frankreich und Irland zogen die Notierungen leicht an; dänische Verkäufer realisierten ein Preisplus von 1,6 Prozent. Dies wurde nur vom schwedischen Preisanstieg um 5,8 Prozent übertroffen.
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