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Aus der Wirtschaft

Schlachtrinder: Preise für Jungbullen steigen

© Mühlhausen/landpixel
von , am
12.09.2014

Anfang September ziehen die Preise für Jungbullen kräftig an. Damit folgen die Preise dem saisonal üblichen Trend nach oben. Die Preise für Schlachtkühe tendieren hingegen schwächer.

Schlachtrinder-Markt: Der Preis für Jungbullen der Handelsklasse R3 liegt derzeit bei 3,70 Euro/t. © agrar-press
Die Schlachtzahlen bleiben bei Jungbullen weiterhin hoch und legen sogar nochmals zu. Diese Konstellation zeigt, dass auch die Nachfrage im Herbst wieder an Fahrt gewinnt und die Preise deshalb steigen.
 
Anders ist die Situation weiterhin bei Schlachtkühen. Hier geben die Preise ein weiteres Mal nach. Allerdings wurden die Preisabschläge zuletzt kleiner. Die Schlachtzahlen nehmen bei Kühen indessen ebenfalls wieder zu. Das war im Herbst mit dem beginnenden Weideabtrieb eigentlich nicht anders zu erwarteten.

Preise für Bullen legen kräftig zu

Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 07. September ein Preis von 3,51 Euro/kg (Hkl. R3) gezahlt und damit drei Cent mehr als in der Woche zuvor. Für Jungbullen der Handelsklasse O3 wurden 3,21 Euro/kg gezahlt und damit ebenfalls drei Cent mehr wie letzte Woche. Und auch für U-3-Bullen notierten die Preise mit 3,58 Euro/kg drei Ct/kg SG höher. Damit folgen die Auszahlungspreise für Jungbullen dem saisonalen Trend. Gleichzeitig sind Bullenpreise (R 3) derzeit 12 Ct niedriger als im letzten Jahr (3,63 Euro) und sogar 48 Ct niedriger als im Jahr 2012 (3,99 Euro).
Die Zahl der geschlachteten Jungbullen nahm nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche bis 07. September um 4,3 Prozent (%) auf 21.862 zu. Das ist die größte wöchentliche Anzahl an geschlachteten Jungbullen seit Ende Mai.

Preise für Schlachtkühe weiter rückläufig

Die Preise für Schlachtkühe haben in der Woche bis zum 07. September nochmals moderat nachgegeben. Für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 erhielten die Landwirte jetzt 3,04 Euro/kg SG und damit einen Cent weniger der Vorwoche. Sei Mitte Juli haben die Preise für R3-Kühe damit um 16 Ct nachgegeben und sind auf den niedrigsten Stand seit Anfang Februar gefallen. Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 wurde in der Schlachtwoche bis zum 07. September mit 2,78 Euro/kg ebenfalls 1 Ct niedrigere Preise ausgezahlt.
Kuhschlachtung so hoch wie zuletzt im Januar

Die Zahl der geschlachteten Kühe nahm nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche bis 07. September um 3,1 % auf 22.034 Tieren zu und erreicht damit den höchsten Stand seit Mitte Januar 2014. In den ersten 36 Wochen des laufenden Kalenderjahres (Januar bis 31. August) liegen die vorläufigen gewerblichen Schlachtungen weiterhin etwas unter der vergleichbaren Schlachtmenge aus dem Vorjahr. 

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