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Haltung und Mast

Schlachtrindernotierungen zum Jahreswechsel fester

von , am
09.01.2012

Brüssel - An den repräsentativen Märkten der Europäischen Union haben die Notierungen für Schlachtrinder zum Jahreswechsel fester tendiert.

Bis März 2015 sollen Baden-Württembergs Rinderbestände frei von BHV1 sein. © s.media/pixelio.de
Das Preisniveau für Jungbullen der Handelsklasse R3 erhöhte sich laut Angaben der EU-Kommission in der Woche zum 1. Januar 2012 saisonal um 2,37 Euro oder 0,6 Prozent auf 383,16 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht. Maßgeblich dafür war vor allem die Entwicklung in Deutschland mit einem Preisplus von 1,6 Prozent.
 
In Irland verteuerten sich R3-Jungbullen um 1,0 Prozent, in Polen um 0,8 Prozent und in Italien um 0,7 Prozent. Frankreich meldete die gleiche Notierung wie in der Vorwoche. Besonders kräftig nach oben ging es mit den Preisen für die betreffenden Schlachtrinder in Portugal und Rumänien, und zwar um gut fünf Prozent beziehungsweise mehr als 8 Prozent. Demgegenüber erlösten R3-Jungbullen in Spanien 0,6 Prozent weniger.

Schlachtkuhmarkt mit Preisplus

In freundlicher Verfassung präsentierte sich zum Jahresausklang 2011 unter dem Strich auch der europäische Schlachtkuhmarkt. Tiere der Handelsklasse O3 kosteten zuletzt im Mittel der Mitgliedstaaten 280,30 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht; das waren 3,02 Euro oder 1,1 Prozent mehr als in der Woche zuvor. Dabei kletterten die Notierungen in Großbritannien um 5,1 Prozent und in Dänemark um 5,8 Prozent. Aufschläge von immerhin mehr als drei Prozent meldeten die Niederlande und Irland. In Deutschland verteuerten sich die O3-Schlachtkühe um 2,5 Prozent, in Frankreich hingegen lediglich um 0,3 Prozent. Indes gaben die Preise in Spanien um 4,5 Prozent nach. Im Vergleich dazu fielen die Abschläge in Polen und Italien mit 1,0 Prozent sowie 0,3 Prozent sehr moderat aus.

Schlachtfärsennotierungen behaupten sich gut

EU-Marktpreise für Rinder (Woche vom 26. Dezember 2011 bis 1. Januar 2012).
Gut behauptet zeigte sich zum Ende des vergangenen Jahres der EU-Markt für Schlachtfärsen. Für Tiere der Handelsklasse R3 wurden zuletzt im Schnitt der meldenden Mitgliedsländer 380,53 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht erlöst, was im Wochenvergleich einem Plus von 0,36 Euro oder 0,1 Prozent entsprach. Dabei wiesen die Niederlande einen überaus kräftigen Preisaufschlag von 14,7 Prozent aus.
 
Dem stand ein Rückgang der entsprechenden Notierung in Schweden um 5,6 Prozent und in Italien um 2,6 Prozent gegenüber. In Deutschland legte der Preis für R3-Schlachtfärsen um 0,6 Prozent zu, in Frankreich um 0,3 Prozent. Über ein Plus von 1,9 Prozent konnten sich die Anbieter in Irland freuen.
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