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Haltung und Mast

Schlachtrinderpreise zum Teil spürbar gestiegen

von , am
09.05.2011

Brüssel - Die Notierungen für Schlachtrinder an den repräsentativen Märkten der Europäischen Union haben in der Woche zum 1. Mai 2011 zum Teil deutlich fester tendiert.

© Andreas Dück/aboutpixel.de
Das Preisniveau für Jungbullen der Handelsklasse R3 erhöhte sich laut Angaben der EU-Kommission im gewogenen Mittel saisonal allerdings lediglich um 0,18 Euro oder 0,1 Prozent auf 342,92 Euro je 100 Kilogamm Schlachtgewicht. Ausschlaggebend war neben einem Aufschlag von 2,1 Prozent in Irland ein Plus von jeweils 0,9 Prozent in Deutschland und Spanien.
 
Für Frankreich wurde das gleiche Erlösniveau wie in der Vorwoche ausgewiesen. In Polen zog die Notierung um 1,4 Prozent an. Demgegenüber verbilligten sich R3-Jungbullen in Italien, den Niederlanden, in Österreich und Tschechien um 1,0 Prozent bis 2,5 Prozent. Erlöseinbußen von mehr als drei Prozent hatten die Bullenmäster in Litauen und Finnland zu verkraften.

Schlachtkühe: Stabiler Markt

EU-Marktpreise für Rinder. (Woche vom 25. April bis 1. Mai 2011)
Sehr freundlich präsentierte sich zum Monatswechsel der Schlachtkuhmarkt in der Europäischen Union: Im Mittel der Mitgliedstaaten stiegen die Notierungen für Tiere der Handelsklasse O3 um 2,81 Euro oder 1,1 Prozent auf 267,39 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht. Gegenüber Ende vergangenen Jahres ist dies ein Plus von gut 12 Prozent. Die stärksten Erlösverbesserungen wurden in der Berichtswoche in Portugal und Spanien mit Aufschlägen von 9,7 Prozent und 5,1 Prozent verzeichnet.
 
In Frankreich und Deutschland erhöhte sich das Preisniveau um 1,1 Prozent beziehungsweise 1,0 Prozent. Irland meldete ein Plus von 1,9 Prozent, Italien eine Verbesserung um 0,8 Prozent. Zu den Verlierern gehörten unter anderem die Kuhhalter in Polen und Ungarn, wo die Preise um 0,7 Prozent und 2,2 Prozent nachgaben. Besonders arg traf es die Anbieter in der Slowakei, wo sich 03-Kühe um fast neun Prozent verbilligten.

Schlachtfärsen: Aufwärtstrend geht weiter

Für Schlachtfärsen der Handelsklasse R3 wurden zuletzt im Schnitt der meldenden EU-Länder 349,39 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht gezahlt; das waren 2,17 Euro beziehungsweise 0,6 Prozent mehr als eine Woche zuvor. Dabei stiegen die Preise laut EU-Kommission in den Niederlanden um 8,8 Prozent und in Dänemark um 4,1 Prozent. Auf der anderen Seite sackten die Notierungen in Finnland um 9,6 Prozent und in Schweden um 5,1 Prozent nach unten. In Deutschland erhöhten sich die Preise um 1,0 Prozent, in Polen um 0,9 Prozent und in Frankreich um 0,6 Prozent. Irland und Italien meldeten für R3-Färsen einen Aufschlag von jeweils 1,9 Prozent.
 
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