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Haltung und Mast

Schlachtrinderpreise teilweise spürbar gestiegen

von , am
08.08.2011

Brüssel - Die Notierungen für Schlachtrinder an den repräsentativen Märkten der Europäischen Union haben in der Woche zum 31. Juli 2011 zum Teil spürbar fester tendiert.

Gesunde Schlachtrinder werden in Deutschland künftig im Alter von 96 Monaten auf BSE getestet. © Mühlhausen/landpixel
Das Preisniveau für Jungbullen der Handelsklasse R3 erhöhte sich laut Angaben der EU-Kommission im gewogenen Mittel saisonal allerdings lediglich um 1,81 Euro oder 0,5 Prozent auf 340,96 Euro je 100 kg Schlachtgewicht (SG). Ausschlaggebend war neben einem Aufschlag von 2,2 Prozent in Polen ein Plus von jeweils 1,2 Prozent in Deutschland und Frankreich.
 
Für Spanien wurde ein um 0,9 Prozent höheres Erlösniveau als in der Vorwoche ausgewiesen. In Großbritannien zog die Notierung um 0,5 Prozent an. Demgegenüber verbilligten sich R3-Jungbullen in den Niederlanden um 2,8 Prozent. Erlöseinbußen von 5,5 Prozent hatten die Bullenmäster in Tschechien zu verkraften.  

Schlachtkühe: Stabiler Markt

EU-Marktpreise für Rinder (Woche vom 25. bis 31. Juli 2011).
Sehr freundlich präsentierte sich zum Monatsende der Schlachtkuhmarkt: Im Mittel der Mitgliedstaaten stiegen die Notierungen für Tiere der Handelsklasse O3 um 3,88 Euro oder 1,4 Prozent auf 278,70 Euro je 100 kg SG. Gegenüber Ende Juli 2010 ist dies ein Plus von gut 20 Prozent. Besonders starke Aufschläge wurden bei den O3-Kühen während der Berichtswoche in Slowenien mit 13,0 Prozent, den Niederlanden mit 6,9 Prozent und in Rumänien mit 5,4 Prozent verzeichnet.
 
In Spanien zog die Notierung um 3,9 Prozent an, in Ungarn um 3,6 Prozent und in Dänemark um 2,0 Prozent. Frankreich und Deutschland verbuchten ein Plus von jeweils 1,0 Prozent, Irland und Großbritannien von jeweils 0,6 Prozent. Polen meldete hingegen eine Verschlechterung um 0,5 Prozent, Italien ein Minus von 0,9 Prozent. Zu den Verlierern gehörten auch die Kuhhalter in den baltischen Staaten, wo die Preise um 1,8 Prozent bis 2,7 Prozent nachgaben.

Sinkender Preis bei Schlachtfärsen

Für Schlachtfärsen der Handelsklasse R3 wurden zuletzt im Schnitt der meldenden EU-Länder 342,52 Euro je 100 kg SG gezahlt; das waren 0,13 Euro weniger als eine Woche zuvor. Dabei sanken die Preise laut EU-Kommission in Spanien um 2,2 Prozent und in Deutschland um 0,3 Prozent. Andererseits stiegen die Notierungen unter anderem in Polen um 0,4 Prozent und in Frankreich um 0,6 Prozent. Großbritannien und Irland verzeichneten hier ein Plus von 0,7 Prozent sowie 1,0 Prozent, Italien einen Anstieg von 1,7 Prozent. Den mit Abstand höchsten Aufschlag für R3-Färsen meldeten die Niederlande mit 4,0 Prozent.
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