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Haltung und Mast

Schlachtrinderpreise tendieren uneinheitlich

von , am
29.05.2012

Brüssel - Am EU-Schlachtrindermarkt hat sich die Tendenz der letzten Wochen weiter fortgesetzt: Die Notierungen für Bullen gaben leicht nach, Kühe tendierten etwas fester.

Bis März 2015 sollen Baden-Württembergs Rinderbestände frei von BHV1 sein. © s.media/pixelio.de
Nach Angaben der EU-Kommission erzielten Jungbullen der Handelsklasse R3 an den repräsentativen Märkten der Europäischen Union in der Woche zum 20. Mai 2012 im Schnitt 374,03 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht; das waren 1,48 Euro oder 0,4 Prozent weniger als im vorherigen Berichtszeitraum. Mitverantwortlich war die Entwicklung in Spanien und Polen, wo die Notierungen um 1,5 Prozent beziehungsweise 4,6 Prozent nachgaben.
 
In Tschechien und Litauen verringerte sich das Preisniveau jeweils um 1,0 Prozent; zu Abschlägen von 0,3 Prozent kam es in Großbritannien, Österreich und Portugal. Gleiches Geld wie in der Vorwoche erhielten die Bullenvermarkter in Deutschland und Belgien. Über steigende Erlöse konnten sich dagegen die Erzeuger in Irland mit 0,3 Prozent und Frankreich mit 0,8 Prozent freuen; in Italien belief sich das Plus auf 1,3 Prozent. Überdurchschnittlich legte die Notierung in den Niederlanden mit 2,5 Prozent zu.

Am Markt für Schlachtkühe ging es weiter bergauf

EU-Marktpreise für Schlachtrinder.
Für Tiere der Handelsklasse O3 wurden zuletzt 313,95 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht gezahlt; das waren 1,61 Euro oder 0,5 Prozent mehr als eine Woche zuvor. Dabei kletterten die Preise in Italien um 2,7 Prozent, gefolgt von Spanien mit 2,2 Prozent und Österreich mit 1,6 Prozent. Erlösverbesserungen von rund 1,0 Prozent konnten Altkuhvermarkter in den Niederlanden und Frankreich realisieren.
 
In Deutschland blieben die Notierungen dagegen unverändert. Stärker nachgebende Preise verzeichneten Polen, Estland und Portugal mit Abschlägen zwischen 1,5 Prozent und 3,0 Prozent.

Stabile Tendenzen am Markt für Schlachtfärsen

Recht stabile Tendenzen wurden erneut am Markt für Schlachtfärsen registriert. Der Preis für R3-Tiere befestigte sich im EU-Schnitt gegenüber der Vorwoche um 0,53 Euro oder 0,1 Prozent auf 386,61 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht. Dabei kletterten die Notierungen in Italien, Estland und Rumänien von 1,2 Prozent bis 2,1 Prozent überdurchschnittlich nach oben. In Österreich, Deutschland, Irland und Frankreich bewegte sich das Plus zwischen 0,3 Prozent und 0,8 Prozent. Abschläge von 1,3 Prozent mussten hingegen Erzeuger in den Niederlanden hinnehmen; in Griechenland und Schweden sanken die Preise mit 5,0 Prozent beziehungsweise 6,2 Prozent am stärksten.
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