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Haltung und Mast

Schlachtrinderpreise mit uneinheitlicher Tendenz

von , am
16.04.2012

Brüssel - Die Notierungen für Jungbullen, Schlachtkühe und Färsen haben sich an den repräsentativen Märkten in der Europäischen Union vor den Osterfeiertagen unterschiedlich entwickelt.

© Mühlhausen/landpixel
Für Jungbullen der Handelsklasse R3 ermittelte die EU-Kommission in der Woche zum 8. April 2012 einen Durchschnittspreis von 380,20 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht; das waren 3,15 Euro oder 0,8 Prozent weniger als in der Vorwoche. Ausschlaggebend dafür war die Entwicklung in Deutschland, Frankreich und Spanien, wo die Jungbullenpreise um 0,5 Prozent und 0,8 Prozent beziehungsweise 2,3 Prozent nachgaben.
 
Einen besonders kräftigen Abschlag von 4,4 Prozent meldeten die Niederlande. In Österreich verbilligten sich die betreffenden Tiere um 1,0 Prozent, in Dänemark um 1,7 Prozent. In Irland und Italien zog der Preis für R3-Bullen dagegen marginal an, und zwar um 0,1 Prozent beziehungsweise 0,2 Prozent; Polen und Großbritannien meldeten ein Plus von jeweils 0,5 Prozent.

Preise für Schlachtkühe behaupten sich gut

Im Gegensatz zur Entwicklung am Jungbullenmarkt konnte sich die Preise für Schlachtkühe in der EU behaupten: Im Schnitt wurden für Kühe der Handelsklasse O3 in der Berichtswoche 304,64 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht gezahlt; das waren 0,19 Euro oder 0,1 Prozent mehr als in der Vorwoche. Dabei verzeichneten Spanien, Italien und Großbritannien deutliche Aufschläge, nämlich von 2,3 Prozent und 1,6 Prozent sowie 1,5 Prozent. In Frankreich und Irland erhöhte sich das Erlösniveau um 0,3 Prozent und 0,2 Prozent. Leichte Preiseinbußen in dieser Größenordnung mussten dagegen die Tierhalter in Deutschland und Dänemark akzeptieren. Die Niederlande meldeten für O3-Kühe ein Minus von 0,6 Prozent. Stärker abwärts ging es unter anderem mit den Preisen für polnische, österreichische, slowakische und schwedische Tiere, und zwar um 1,2 Prozent bis 2,5 Prozent. Auffallend war der kräftige Rückgang der Notierung um 5,9 Prozent, den Ungarn meldete.

EU-Schlachtfärsenpreise leicht befestigt

Die Preise für Schlachtfärsen der Handelsklasse R3 legten in der Berichtswoche im Mittel der EU-Länder um 0,93 Euro oder 0,2 Prozent auf 384,29 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht zu. Deutschland, Frankreich, Italien, Irland und Großbritannien verbuchten dabei einen Anstieg der betreffenden Notierungen zwischen 0,3 Prozent und 1,0 Prozent. Spanien meldete hier ein Minus von 0,5 Prozent, Polen einen Abschlag von 1,8 Prozent. Ihre Forderungen zum Teil deutlich zurücknehmen mussten auch die Schlachtfärsenanbieter in Dänemark, Lettland, Rumänien, Schweden und Ungarn.
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