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Haltung und Mast

Schlachtrinderpreise mit unterschiedlicher Richtung

von , am
06.02.2012

Brüssel - Die Schlachtrinderpreise an den repräsentativen Märkten der Europäischen Union haben zuletzt einen unterschiedlichen Verlauf genommen.

Das Verfütterungsverbot von Tiermehl an Wiederkäuer habe maßgeblich zum Rückgang der Fälle und zur Kontrolle von BSE bei Rindern beigetragen, meint der Chef des Friedrich-Löffler-Instituts. © Kurt Michel/pixelio.de
Männliche Schlachttiere verzeichneten meist Notierungsabschläge; weibliche Tiere erlösten in der Regel mehr Geld. Laut EU-Kommission verringerte sich der Durchschnittpreis für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis zum 29. Januar um 1,70 Euro oder 0,4 Prozent auf 380,99 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht. Überdurchschnittlich stark sanken die Preise in Lettland mit einem Minus von 7,3 Prozent und in den Niederlanden mit 5,0 Prozent.
 
Die Erzeuger in Spanien und Italien erhielten im Vergleich zur Vorwoche rund zwei Prozent weniger. Leicht schwächer tendierten die Notierungen in Irland und Großbritannien. Die Preise in Deutschland stiegen um 1,6 Prozent und in Polen um 1,9 Prozent; in Schweden fiel der Zuwachs mit 4,3 Prozent am stärksten aus.

Freundliche Stimmung am Schlachtkuhmarkt

EU-Marktpreise für Rinder (Woche vom 23. bis 29. Januar 2012).
Am europäischen Schlachtkuhmarkt setzte sich in der letzten vollen Januarwoche die freundliche Stimmung fort: Der repräsentative Durchschnittpreis für Tiere der Handelsklasse O3 stieg nach Kommissionsangaben saisonal um 3,58 Euro oder 1,2 Prozent auf 290,52 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht. Praktisch alle EU-Staaten verzeichneten höhere Notierungen, wobei die stärksten Preiszuwächse für die Slowakei mit 9,2 Prozent und Rumänien mit 5,4 Prozent ausgewiesen wurden.
 
Weniger stark fiel der Anstieg in Italien mit 2,8 Prozent, in Deutschland mit 1,7 Prozent und in Dänemark mit 1,5 Prozent aus. In Frankreich, Spanien und den Niederlanden erlösten Schlachtkühe knapp ein Prozent mehr Geld. Unverändert zur Vorwoche blieben die Preise in Großbritannien und Irland.

Schlachtfärsennotierungen fester

Überwiegend fester tendierten zuletzt auch die Notierungen für Schlachtfärsen in der EU. Im Durchschnitt aller meldenden Länder lag das Preisniveau für Tiere der Handelsklasse R3 bei 380,06 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht; das waren 2,91 Euro oder 0,8 Prozent mehr als in der Vorwoche. Die Erzeuger in Spanien, Italien und Österreich erlösten jeweils knapp zwei Prozent mehr für ihre Tiere; in Polen stieg der Preis mit 2,8 Prozent noch etwas stärker. In Deutschland, den Niederlanden und Frankreich blieben die Notierungen dagegen weitgehend stabil. Nur knapp behauptete Preise für R3-Fräsen wurden aus Irland, Großbritannien und Portugal gemeldet.
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