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Zucht

Schmallenberg-Virus lässt Zuchtrinderexporte einbrechen

von , am
01.03.2013

Bonn - Das Auftreten des Schmallenberg-Virus hat den deutschen Zuchtrinderexporteuren im vergangenen Jahr schwer zu schaffen gemacht.

Der Bio-Milchpreis hat sich im Oktober erneut positiv entwickelt. © Rainer Hansmeyer/aboutpixel.de
Der Export von deutschen Zuchtrindern ist 2012 um über 36 Prozent (%) gegenüber dem Vorjahr eingebrochen. Das meldet die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rinderzüchter (ADR) und beruft sich dabei auf vorläufige Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden. 2012 wurden nur noch 66.320 Zuchtrinder exportiert, während es im Jahr davor noch 104.810 Tiere waren.
 
Die stärksten Rückgänge wurden aus Marokko (- 60 %) und Italien (-52 %) verzeichnet. Von den fünf wichtigsten Exportländern für deutsche Zuchtrinder ließen sich zwei Länder durch das Virus jedoch nicht abschrecken. Die Niederlande steigerte ihren Import um 2 % und die Türkei gar um fast 950 %! Das Land am Bosporus war im Vorjahr der größte Abnehmer deutscher Zuchtrinder mit 9.295 Tieren.
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