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Haltung und Mast

Schmallenberg-Virus wieder bei Rindern nachgewiesen

von , am
20.02.2012

Bielefeld - In Nordrhein-Westfalen sind auf drei Rinderbetrieben tote oder missgebildete Kälber geboren worden. Die Tiere auf dem Betrieb waren mit dem Schmallenberg-Virus infiziert.

Eine genetische Ursache für erhöhte Kälberverluste, genannt Cholesterin Defizit, wurde bei der Rinderrasse Holstein aufgedeckt. © Mühlhausen/landpixel
Der Erreger, von dem in NRW bislang nur Schaf- und Ziegenbestände betroffen waren, wurde in den bestätigten Fällen durch virologische Untersuchungen nachgewiesen, berichtet Dow Jones News. Da viele Rinder derzeit trächtig sind, rechnen Experten für März und April mit der Geburt vieler lebensschwacher Kälber.

23 Rinderhaltungen betroffen

Bislang wurde das Schmallenberg-Virus bis zum 17. Februar bundesweit in 607 Betrieben nachgewiesen. Die meisten Fälle traten bislang in Schafhaltungen auf. Die Fälle verteilen sich folgendermaßen:
  • 23 Rinderhaltungen
  • 558 Schafhaltungen
  • 26 Ziegenhaltungen
Die meisten erkrankten Rinder gibt es in Nordrhein-Westfalen (zwölf Stück). Nachgewiesen wurde das Virus auch bei Rindern in
  • Schleswig-Holstein: 2
  • Hamburg: 1
  • Niedersachsen: 4
  • Rheinland-Pfalz: 3 (davon 1 Bison)
  • Baden-Württemberg: 1
Bei Schafen wurde das "Schmallenberg-Virus" nach Informationen des Friedrich-Loeffler-Instituts hauptsächlich bei missgebildeten Lämmern im Gehirn festgestellt. Die Missbildungen sind eine Spätfolge der Infektion zu einem früheren Stadium der Trächtigkeit im Sommer/Herbst 2011.
 
Wird es in den nächsten Monaten tatsächlich mehr lebensschwache Kälber geben? Was können Sie als Tierhalter unternehmen? Wir sprechen morgen mit Experten des Friedrich-Loeffler-Instituts. Den Podcast finden Sie ab morgen Nachmittag in unserer Mediathek.

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