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Tiergesundheit

Schmerzmittel unter der Kalbung: Vier Gründe, die dafürsprechen

kalbung
am Dienstag, 01.11.2022 - 11:08 (1 Kommentar)

Erhalten Kühe um die Kalbung Schmerzmittel (NSAID) wurden Kühe um 22 Tage schneller erfolgreich tragend. Auch Milchleistung und Kälbergesundheit verbesserten sich.

Neuste wissenschaftliche Ergebnisse wurden auf dem Weltrindertierärztekongress ausgetauscht. In Madrid trafen sich dazu 3.200 Tierärzte aus aller Welt. Auch das Thema Schmerzmitteltherapie war dort Thema. So untersuchten Forscher den Schmerzmitteleinsatz (NSAID) bei der Geburtshilfe. Dabei zeigte sich: Wurde ein solches Mittel verabreicht, wurden die Kühe im Schnitt um 22 Tage schneller wieder erfolgreich tragend als Tiere, bei denen nach einer Geburtshilfe kein Schmerzmittel verabreicht wurde.

Welche Auswirkung haben Schmerzmittel auf die Kälber?

Die Kälber aus solchen Geburten ohne NSAID Behandlung hatten ein achtfach erhöhtes Abgangsrisiko bis zu ihrer eigenen Erstkalbung zwei Jahre später. Und auch nach Schwergeburten sollte routinemäßig ein Entzündungshemmer gegeben werden. Kühe ohne eine solche Behandlung haben ein achtfach erhöhtes Risiko des vorzeitigen Abgangs.

Die Untersuchung zeigte, dass die Tiere im Schnitt nach 169 Tagen abgingen, während die behandelten Kühe über 100 Tage länger im Stall blieben. Zudem stellte man fest, dass sie im Vergleich auch rund 664 kg mehr Milch erzeugten. Diese Erkenntnisse stellte eine Forschergruppe der Universität Nottingham (UK) vor. Kühe mit Spontangeburten und einer Schmerztherapie gaben sogar 1.500 kg mehr Milch als die Kontrolltiere ohne NSAID Behandlung und Normalgeburt.

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