Login
Haltung und Mast

Schwache Aufschläge für EU-Schlachtrinder

von , am
28.11.2011

Brüssel - Die positive Entwicklung der Notierungen für Schlachtrinder in der Europäischen Union hat sich zuletzt weiter abgeschwächt.

© Margot Kessler/pixelio
In der Woche zum 20. November 2011 ermittelte die EU-Kommission an den repräsentativen Märkten für Jungbullen der Handelsklasse R3 einen Durchschnittspreis von 376,58 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht. Das waren 1,89 Euro oder 0,5 Prozent mehr als in der Vorwoche. Getragen wurde die Entwicklung vor allem von Irland und Italien, wo sich die Tiere um 1,9 Prozent beziehungsweise 1,5 Prozent verteuerten.
 
Aufschläge von 0,5 Prozent konnten die deutschen und spanischen Tierhalter verbuchen. Lediglich um 0,3 Prozent stiegen die Kurse in Frankreich und Großbritannien. Ein leichtes Minus von 0,1 Prozent verzeichneten dagegen die Betriebe in Österreich. In Polen fielen die Notierungen um 0,2 Prozent, in Dänemark sogar um 0,8 Prozent.

Schlachtkühe: Stabiler Markt

Schlachtkühe der Handelsklasse O3 kosteten in der Berichtswoche 281,20 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht, das waren 0,20 Euro oder 0,1 Prozent mehr als in der Vorwoche. In Dänemark kletterten die Kurse um 1,9 Prozent. In Deutschland waren es immerhin 1 Prozent. Spanien und Polen meldeten ein Plus von 0,8 Prozent beziehungsweise 0,9 Prozent. Seitwärts tendierten die Kurse in Belgien, Italien und Großbritannien. Abschläge von 1,3 Prozent mussten dagegen die französischen Tierhalter hinnehmen.

Steigender Preis bei Schlachtfärsen

EU-Marktpreise für Rinder (Woche vom 14. bis 20. November 2011).
Der Durchschnittspreis für Färsen der Handelsklasse R3 erhöhte sich in der Berichtswoche um 1,43 Euro oder 0,4 Prozent auf 368,03 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht. Dabei stiegen mit einem Plus von 1,7 Prozent die Notierungen in Dänemark und Irland deutlich. Über Aufschläge von 0,7 Prozent konnten sich die britischen Tierhalter freuen. In Deutschland stiegen die Preise um 0,6 Prozent. Ein Plus von 0,5 Prozent meldete Belgien.
 
Für französische Tiere gingen die Erlöse um 0,3 Prozent nach unten. Spürbarwaren die Abschläge in Spanien und Polenmit jeweils 0,7 Prozent. In Österreich verringerten sich die Einnahmen sogar um 1,8 Prozent.
Auch interessant