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Aus der Wirtschaft

Schweiz produziert weniger Milch

© Ursule/fotolia
von , am
22.05.2013

Die Schweizer Milchbauern produzieren deutlich weniger Milch. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass viele Bauern in der Schweiz unzufrieden sind und an die Aufgabe ihres Milchviehbetriebs denken.

Die Großhandelspreise für Milchprodukte sind im September weiter gefallen. © Mühlhausen/landpixel
Von Januar bis Ende März 2013 wurden in der Schweiz 858.806 Tonnen Milch produziert, wie die TSM Treuhand GmbH mitteilt. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 5,1 Prozent weniger. Schweizer Bauern haben insgesamt 46.315 Tonnen weniger Milch produziert. Das sei der tiefste Wert seit dem Jahr 2007. Laut dem Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Interessensverbands Big-M sind 80 Prozent der Schweizer Milchviehhalter mit der wirtschaftlichen Situation ihres Betriebs unzufrieden.

40 Prozent denken ans Aufhören

Die Befragung des Meinungsforschungsinstituts Isopublic ergab, dass 31 Prozent der 1.000 Befragten mit einer Verschlechterung der Lage auf dem Milchmarkt rechnen. Nur 25 Prozent glauben an eine Verbesserung. Rund 40 Prozent der Betriebsleiter sind sich ziemlich sicher, dass in 10 Jahren auf ihrem Hof die Milchproduktion eingestellt wird. Davon wollen 20 Prozent der großen Milchbauern mit mehr als 60 Milchkühen den Betrieb aufgeben.
 
Die Bauern glauben weiterhin, dass eine Steuerung der Milchmenge auf Produzentenseite eine Einkommensbesserung bringen würde. Nur gerade acht Prozent der Betriebsleiter sind jünger als 35 Jahre. Nur 2,7 Prozent der Befragten wollen die Produktion in nächster Zeit ausdehnen. 70 Prozent der Milchbauern wollen die Produktion auf dem heutigen Stand belassen.
 
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