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Milchproduktion

Schweizer Bundesrat unterstützt die Pläne der BO Milch

von , am
18.02.2010

Bern - Der schweizer Bundesrat erklärte in seiner Sitzung vom 17. Februar das Mengenregelungsmodell der Branchenorganisation Milch (BO Milch) für allgemeinverbindlich. Das Modell gilt damit auch für Nichtmitglieder der BO Milch.

© agrarfoto.com

Auch befristete Abgaben für die Finanzierung von Butterverkäufen wurden vom Bundesrat für allgemeinverbindlich erklärt. Damit wolle man die Bestrebungen der Branche unterstützen, die Herausforderungen des Milchmarktes zu meistern, schreibt das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement (EVD) in einer Medienmitteilung.

Die BO Milch, in der Milchproduzenten und -verarbeiter vertreten sind, hatte am 27. November beschlossen, den Schweizer Milchmarkt künftig mit einem dreistufigen Modell zu regeln, das die produzierte Milch in eine Vertragsmilchmenge, eine Börsenmilchmenge und nötigenfalls eine Abräumungsmilch segmentiert.

So soll eine "möglichst grosse Milchmenge unter stabilen Vertragsverhältnissen auf den Markt gebracht werden", wie das EVD schreibt. Um die zu hohen Butterlager abzubauen, werden von Mai bis August 2010 bei den Butterherstellern und bis Ende April bei den Milchproduzenten Beiträge erhoben. Auch diese Beiträge werden nun allgemeinverbindlich. Auf Stufe der Milchproduzenten werden laut EVD rund acht Prozent der Milchmenge von Nichtmitgliedern der BO Milch produziert, auf Stufe Verarbeiter werden rund drei Prozent der Milchmenge von Nichtmitgliedern verarbeitet. (lid)

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