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Tierhaltung

Schweizer lehnen Hornkuh-Initiative ab

Kuh mit Hörnern auf der Alp
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Jana Semenow, agrarheute
am
26.11.2018

Am Sonntag stimmten 54,7 Prozent gegen die Hornkuh-Initiative. Tierhalter, die Kühe oder Ziegen mit Hörnern halten, bekommen keine zusätzlichen Subventionen.

Alpenidylle und Kühe, die auf sattgrünen Wiesen friedlich grasen. Eine Kuh mit Hörnern ist dabei ein seltener Anblick. Doch ginge es nach der Hornkuh-Initiative soll das Enthornen nicht verboten werden. Sie fordern eine Subventions-Regelung für Landwirte, die Kühe und auch Ziegen mit Hörnern halten. Für die Verfechter der Initiative ist das Enthornen der Kälber ein massiver Eingriff und komme einer Verstümmelung gleich. Über die Thematik konnten die Schweizer am Sonntag abstimmen. Jedoch lehnten knapp 54,7 Prozent der Bürger den Vorstoß ab.

In der Schweiz tragen etwa 10 Prozent der Rinder noch Hörner

Nur zehn Prozent der Rinder tragen in der Schweiz noch Hörner. Für die Verfechter der Hornkuh-Initiative sei das zu wenig. Die Tiere brauchen die Hörner zum Kommunizieren und für die Herstellung der Rangordnung, argumentieren die Initiatoren.

Da Rinder mit Hörnern mehr Platz im Stall brauchen und dadurch höhere Kosten verursachen, sollte mittels Subventionen dieser Mehraufwand kompensiert werden können. Schätzungsweie 13 Mio. Euro wären nötig gewesen.

Hörner im Stall sind eine Gefahr

Die Gegner der Hornkuh-Initiative, wiesen auf die Gefahr hin, die von einem ausgewachenen Rind mit Hörnern ausgehen kann. Einer davon ist, dass das Horn nicht nur als Kopfschmuck dient, sondern auch als Waffe. Mit dieser wird die Rangordnung in der Herde ausgefochten und der Nachwuchs beschützt.

Mit Material von schwizerbauer, tagesschau
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