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Milchproduktion

Sinkende Temperaturen führen zu erhöhter Milchanlieferung

von , am
04.08.2010

Kempten/Hannover - Mit dem Rückgang der Temperaturen in der 29. Woche hat sich die Milchanlieferung wieder erholt. Laut ZMB wurden in Deutschland 1,6 % mehr Milch angeliefert als in der Vorwoche.

© anja/pixelio

Der Anstieg fiel in Ostdeutschland, wie zuletzt der Rückgang, deutlicher aus als in den alten Bundesländern. Die Vorjahreslinie wurde im Schnitt um 2,1 % wieder deutlicher übertroffen. An den Rohstoffmärkten ist die Verfügbarkeit gestiegen. Die Preise für Magermilchkonzentrat und Industriesahne tendierten zuletzt etwas schwächer.

Butter:
Preise bleiben unverändert

Die sommerliche Ruhe der vergangenen Wochen hält immer noch an. Sowohl die amtlichen Preisnotierungen der Butter- und Käsebörse als auch die Notierungskommissionen für Butter und Käse in Hannover melden nach wie vor unveränderte Preise. Geformte Markenbutter kostet im Süden zwischen 3,84 und 3,90 Euro pro Kilo. Die Börse Hannover meldet Preise zwischen 3,85 und 3,90 Euro je Kilo.

Käse:
Inlands-Nachfrage nach Schnittkäse steigt 

Laut Bericht der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse ist die Nachfrage nach Allgäuer Emmentaler auch in dieser Woche gut und jene nach gewöhnlichem Emmentaler sogar sehr gut. Der Preis für zwei bis sechs Kilo-Stücke liegt zwischen 3,70 und 4,30 Euro je Kilo. Der Handel von Weichkäse der Jahreszeit entsprechend gut. Der Absatz von Schnittkäse hat sich im Inland belebt. Aktuell liegt der Preis für Gouda in Kempten zwischen 3,30 und 3,50 Euro je Kilo, in Hannover zwischen 3,05 und 3,15 Euro je Kilo. 

Milchdauerwaren:
Weiterhin herrscht ferienbedingte Ruhe auf dem Markt

Der Markt für Magermilchpulver präsentiert sich auch Anfang August ferienbedingt ruhig. Die Trocknung von Magermilch bewegt sich weiter auf niedrigem Niveau, da bevorzugt Konzentrat verkauft wird, so dass kein Angebotsdruck besteht. Mit dem Ende der Ferienzeit ist ohnehin mit einer verstärkten Nachfrage der Lebensmittelindustrie zu rechnen. Am Weltmarkt ist eine erste Belebung der Nachfrage eingetreten. Russland hat wegen extremer Hitze überraschend Einfuhrbedarf für Magermilchpulver. Auch anderweitig sind Zuschläge erfolgt. Insgesamt ist die Haltung der Käufer aber immer noch überwiegend abwartend. Die Preise am Weltmarkt sind in den letzten Wochen gesunken und etwas uneinheitlich. Für die EU-Exporteure ist der starke Euro ungünstig. Die Preise für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität liegen zwischen 2.180 und 2.350 Euro je Tonne.

Der Markt für Futtermittelware blieb unverändert sehr ruhig. Es wurde kaum Ware gehandelt. Die Preise am Markt bewegen sich, soweit Abschlüsse zu Stande kommen, auf dem Niveau der Vorwochen, das heißt zwischen 1.980 und 2.020 Euro je Tonne.

Der Markt für Vollmilchpulver in Deutschland ist weiter ruhig. Am Weltmarkt nimmt das Angebot aus Ozeanien zu. Die Preise liegen zwischen 2.780 und 2.880 Euro je Tonne.

Bei Molkenpulver hat sich die bereits in der Vorwoche beobachtete Stabilisierung fortgesetzt. Der Angebotsdruck bei Molkenkonzentrat hat nachgelassen. Die Preise für Molkenpulver in Futtermittelqualität haben sich wieder etwas gefestigt, sie liegen bei 600 €/t. Lebensmittelware tendiert stabil bei 690 €/t.

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