Login
Milchproduktion

Spanisches Agrarministerium stockt Milchquote auf

von , am
18.08.2014

Madrid - Das spanische Agrarministerium stockt die Milchquote um 261.000 Tonnen aus der nationalen Reserve auf. Betriebe, die in der Saison 2013/14 ihre Quote zu mehr als 85 Prozent ausgeschöpft haben, erhalten zusätzliche Rechte.

© adimas/Fotolia
Wie das Landwirtschaftsministerium mitteilte, will es damit die Betriebe dabei unterstützen, sich auf den Wegfall der Mengenregulierung im kommenden Jahr vorzubereiten. Unterstützt werden sollen Betriebe, die mehr als 85 Prozent ihrer Quote ausgeschöpft und keine Lieferrechte abgetreten haben. Trotzdem werden die Lieferrechte nur für 40 Prozent der Betriebe reichen. Das Agrarministerium ging dabei bislang von einer Überlieferung in den Betrieben von insgesamt bis zu 700.000 Tonnen aus.
 
Die Maßnahme sei zum jetzigen Zeitpunkt entscheidend, weil viele Betriebe zur Sicherung ihrer künftigen Wettbewerbsfähigkeit die Produktion derzeit ausbauten und weitere Lieferrechte benötigten. Spaniens Landwirte teilten sich vor dem Rückgriff auf die nationale Reserve ein Kontingent von insgesamt etwa 6,2 Millionen Tonnen.
 
Regionale Schwerpunkte der spanischen Milchproduktion liegen vor allem im Norden und Westen des Landes. Dort ist die Branche auch größer strukturiert als in anderen Regionen. Laut Ministerium sind es in der autonomen Gemeinschaft Aragón im Durchschnitt 156 Kühe je Betrieb; spanienweit durchschnittlich 37 Kühe.

Mindestlohn, Düngeverordnung, Fettkorrektur: Agrarminister Schmidt im Interview

Auch interessant