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Milchproduktion

Wo die Spitzenmolkereien sind

von , am
16.10.2009

Auch im September zeigen die Milchpreise nach oben. Vor allem im Norden ziehen die Milchpreise stärker an als im Süden. So haben Nordmilch, Molkerei Ammerland und Humana ihre Preise um einen Cent gegenüber August angehoben.

© agrarfoto.com

Unverändert sind dagegen die Preise bei der Milchunion Hocheifel und Hochwald geblieben. Die Hohenloher Molkerei, Schwäbisch Hall, beispielsweise hat im September zum dritten Mal hintereinander den Auszahlungspreis angehoben.

Campina in Heilbronn erhöhte im September ebenfalls um einen Cent. FrieslandCampina, Köln, hob sogar um 1,5 Cent/kg an. Allerdings löst das Unternehmen dabei die Sommerrücklage schrittweise auf. Daher kann man sie nicht als "Überflieger" bezeichnen. Mehr dazu finden Sie in der November-Ausgabe der neuen dlz im dlz-Milchpreistrend.

2008 teilweise noch höhere Milchpreise

Interessant sind jedoch die Jahresmilchpreise in 2008 und in den vergangenen fünf Jahren. Obwohl die Milchpreise bereits in der zweiten Jahreshälfte 2008 gefallen sind, konnten viele Molkereien im Jahresschnitt noch bessere Preise erzielen als 2008. Das zeigt der aktuelle dlz-AMI-Milchpreisvergleich. Besonders süd- und nordwestdeutsche Molkereien konnten ihr 2007er Niveau nochmals toppen. Dagegen mussten Landwirte im Osten bei einzelnen Unternehmen schon im Jahresschnitt Preisrückgänge hinnehmen.

Besonders stark war der Rückgang in Norden und Nordosten. So waren die Vergleichspreise in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern unter dem 2007er Niveau. Wie sich schon aus unserem dlz-Milchpreistrend in 2008 ableiten ließ, haben die Milchwerke Berchtesgadener Land eG in Piding mit 40,9 Ct/kg bundesweit die höchsten Milchpreise ausgezahlt. Unterstellt sind hierbei 4,2 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß sowie eine jährliche Anlieferungsmenge von 150 Tonnen.

Auf den weiteren Plätzen sind vor allem bayerische Molkereien zu finden. Auch 2009 könnte die Pidinger Genossenschaft einer der vorderen Plätze belegen, allerdings wird der Milchpreis aufgrund der Krise am Milchmarkt deutlich niedriger als 2008 sein. Erst bei einer höheren Jahresanlieferung von 500 Tonnen können sich Molkereien aus anderen Bundesländern, die Liefermengenstaffeln verwenden, nach vorne schieben.

Milchpreisvergleich ab 19. Oktober

Den ausführlichen dlz/AMI-Milchpreisvergleich können Sie ab Montag, 19. Oktober auf der dlz-Hompage nachlesen. Die dlz hat für ihre Leser die Molkereien nach unterschiedlichen Liefermengen und nach Fünfjahresschnitt gelistet. In der November-Ausgabe sind die Molkereien nach Regionen gegliedert und mit zusätzlichen Erläuterungen versehen. So können Milchviehhalter Ihre Molkerei sehr schnell mit dem regionalen Durchschnitt vergleichen. Die neue dlz erscheint am 30. Oktober. Wenn Sie noch kein dlz-Abonnent sind, können Sie hier ein kostenloses Probeheft anfordern. (dlz)

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