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Haltung und Mast

Weiter steigende Preise für Schlachtrinder in der EU

von , am
07.05.2012

Brüssel - An den repräsentativen Märkten der Europäischen Union haben sich die Notierungen für Schlachtrinder in der Woche zum 29. April 2012 unterschiedlich entwickelt.

Die Preis für Jungbullen legte in der vergangenen Woche um zwei Cent zu. © Mühlhausen/landpixel
Weibliche Tiere wurden weiterhin mit Preisaufschlägen gehandelt, männliche Tiere verzeichneten dagegen im Schnitt ein leichtes Minus. Das Preisniveau für Jungbullen der Handelsklasse R3 verminderte sich laut Angaben der EU-Kommission im gewogenen Mittel saisonal um 2,01 Euro oder 0,5 Prozent auf 377,60 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht.
 
Dabei gaben die Notierungen in Italien und Schweden mit einem Minus von 2,6 Prozent beziehungsweise 2,0 Prozent am stärksten nach. Moderate Preisabschläge zwischen 0,3 Prozent und 0,6 Prozent wurden aus Österreich, Dänemark und Spanien gemeldet. Praktisch unverändert blieben die Notierungen in den Niederlanden und Großbritannien. Deutsche Bullenmäster erzielten wie ihre französischen Kollegen entgegen dem EU-Trend 0,3 Prozent höhere Preise.

Belebter Markt für Schlachtkühe

EU-Marktpreise für Schlachtrinder.
Erneut bergauf ging es in der Berichtswoche am Markt für Schlachtkühe. Für Tiere der Handelsklasse O3 wurden im EU-Mittel 309,20 Euro je 100 kilogramm Schlachtgewicht erlöst; das waren 1,66 Euro oder 0,5 Prozent mehr als eine Woche zuvor. Mitverantwortlich für diese Entwicklung war der Preisanstieg in Deutschland und Frankreich um 1,3 Prozent beziehungsweise 1,2 Prozent.
 
Mit leichten Zuwächsen zwischen 0,3 Prozent und 0,6 Prozent konnten sich die Notierungen in Großbritannien, Österreich, Irland und Polen befestigten. Erlöseinbußen mussten dagegen die Kuhhalter in Italien und Spanien hinnehmen, und zwar in Höhe von 1,1 Prozent beziehungsweise 1,9 Prozent.

Feste Tendenzen am Schlachtfärsenmarkt

Weiterhin feste Tendenzen dominierten zuletzt auch am Markt für Schlachtfärsen der Handelsklasse R3: Im EU-Mittel stiegen die Preise um 1,53 Euro oder 0,4 Prozent auf 387,42 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht. Überdurchschnittlich stark kletterten die betreffenden Notierungen in Italien und Portugal mit jeweils 2,2 Prozent. Bescheidener fiel das Preisplus mit 0,7 Prozent in Österreich aus; in Großbritannien, Irland und Frankreich befestigten sich die Notierungen um jeweils 0,3 Prozent. In Deutschland erlösten die Erzeuger ebensoviel wie in der Vorwoche, wohingegen in Lettland und Litauen die Preise für Schlachtfärsen um gut zwei Prozent nachgaben.
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