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Aus der Wirtschaft

Superabgabe nun doch fällig

© Beuermann/landpixel
von , am
28.06.2013

Fehlerhafte Meldungen von Milchmengen sorgen für Ärger bei den Milcherzeugern. Für das Quotenjahr 2012/2013 wird nun doch eine Superabgabe fällig. 7 Millionen Euro müssen nach Brüssel überwiesen werden.

© Almotti/pixelio
Das gab es noch nie: Erstmals müssen Milcherzeuger nach Rückzahlung des Einbehaltes nun doch Superabgabe für das Quotenjahr 2012/13 entrichten. Für die über die einzelbetrieblichen Quotenrahmen hinausgehende Milchmenge fällt eine Abgabe in Höhe von 0,78 Cent je Kilogramm Milch an. Insgesamt müssen sieben Millionen Euro nach Brüssel überwiesen werden. Aufgrund fehlerhafter Meldungen von Milchmengen und somit unzutreffender Schätzungen, auch zur Fettkorrektur, kam es zu dieser für alle Beteiligten "überraschenden Wendung". Die Kritik am deutschen Meldewesen wächst weiter, das Vertrauen in Statistiken schwindet.

Meldewesen muss verbessert werden

Für Milcherzeuger ist das so kurz vor Quotenende 2015 ein großes Ärgernis, da sie auf Grundlage solcher zum Teil amtlichen Meldungen auch ihre Quoten-Kaufentscheidungen treffen. Bei zuletzt nur noch ein Cent je Kilogramm war dies für viele Milcherzeuger vor allem im Vorfeld der Quotenbörse im Juli durchaus ein Thema. "Das Meldewesen muss dringend verbessert werden", fordert Dr. Hans-Jürgen Seufferlein, Geschäftsführer vom Verband der Milcherzeuger Bayern e.V. "Bereits bei der Veröffentlichung des amtlichen Milchpreises gab es heuer Probleme", berichtet Dr. Seufferlein weiter.
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