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Tiergesundheit

Tierärzte schlagen 5 Maßnahmen gegen 'exotische' Seuchen vor

pd/Krauß
am
26.01.2016

Um gegen die Gefahr der Einschleppung und Verbreitung "exotischer" Tierseuchen vorzugehen, schlägt die Bundestierärztekammer aktuell fünf Handlungsempfehlungen vor.

Um die Gefahr der Einschleppung und Verbreitung "exotischer" Tierseuchen ging es auf dem diesjährigen Pressegespräch der Bundestierärztekammer anlässlich der 81. Internationalen Grünen Woche.

Neben der Globalisierung mit weltweit uneingeschränktem Personen- und Handelsverkehr, der auch neuen Krankheiten "Tür und Tor" öffnet, stellt vor allem die Ausbreitung belebter Vektoren wie Mücken, Fliegen oder Zecken ein großes Risiko für die Einschleppung und Verbreitung exotischer Infektionskrankheiten dar. Dazu zählen beispielsweise Blauzungenkrankheit, Afrikanische Schweinepest, West-Nil-Fieber oder Afrikanische Pferdepest.

Eine Gefahr, die nicht zu unterschätzen ist, denn - wie Thomas C. Mettenleiter, Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts es ausdrückte - "Deutschland ist ein Einwanderungsland für Seuchen und ihre Erreger".

Fachverbände erarbeiten Handlungsmaßnahmen

Abgeleitet aus den Ausführungen von Experten des Friedrich-Loeffler-Instituts, des Bundesverbandes praktizierender Tierärzte, des Referats Tiergesundheit im BMEL sowie des Instituts für Virologie, Zentrum für Infektionsmedizin Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, fordert die Bundestierärztekammer:

  • einen weiteren Ausbau der Vektor-Monitoringprogramme,
  • die forcierte Fortsetzung der Studien zur Risikoabschätzung,
  • die strikte Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen in den Tierbeständen,
  • die zügige Entwicklung von Methoden zur Labordiagnostik von Tierseuchen sowie
  • die Bereitstellung und den Einsatz von Impfstoffen

als wesentliches Element eines vorbeugenden Schutzes der Tierbestände.

 

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