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Haltung und Mast

Tierärzte warnen vor Maul- und Klauenseuche

© USDA online photography center 01cs0006
von , am
26.04.2014

Seit Anfang des Jahres sind in der Türkei 32 neue Fälle der Maul- und Klauenseuche (MKS) aufgetreten. Die Bundestierärztekammer warnt vor einer Ausbreitung in EU-Gebiet.

Das Maul eines Rindes, bei dem MKS ausgebrochen ist. © USDA online photography center 01cs0006
2013 war die Maul- und Klauenseuche in der Türkei bei 1.117 Klauentieren nachgewiesen worden, in diesem Jahr zählt man bereits 32 neue Fälle. Das ruft die Bundestierärztekammer auf den Plan: "Wir nehmen die Situation sehr ernst und beobachten die Tierseuchenkarten, denn das Geschehen in der Türkei kann jederzeit Auslöser von Seuchenfällen in der EU sein", erklärt Prof. Dr. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer.
 
Die Bundestierärztekammer appelliert darum einerseits an Transitreisende in die Türkei, keine Lebensmittel oder Produkte tierischer Herkunft wie Hörner und Felle von dort mit nach Deutschland zu bringen. Außerdem sollten Reisende - das gilt besonders für Jagdtouristen - in die Türkei und nach Osteuropa keine landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland besuchen.

Einschleppung käme 'einer Katastrophe gleich'

Weil gegen das MKS-Virus nicht geimpft wird, kämen eine Einschleppung und ein erneuter Ausbruch in Europa nach Einschätzung der Tierärztekammer einer Katastrophe gleich. Das für den Menschen ungefährliche Virus ist für landwirtschaftliche Klauentiere wie Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen aber auch für Wildtiere extrem ansteckend.
 
Es verursacht bei Tieren starke Schmerzen und führt häufig zum Tode. In England mussten bei einem Ausbruch der anzeigenpflichtigen Tierseuche im Jahre 2001 rund sechs Millionen Tiere getötet werden. Mantel: "Alle großen und kleinen landwirtschaftlichen Betriebe mit Klauentierhaltung, aber auch Hobbyhalter in Deutschland müssen ihre Tierbestände vor einer Infektion mit diesem Virus bestmöglich schützen."

Tierärztekammer mahnt zu strikten Hygienemaßnahmen

Die Tierärztekammer sieht den Personenverkehr - also Menschen, die mit Tieren in Berührung kommen - als primären Übertragungsweg. Dementsprechend man Mantel strikte Hygienemaßnahmen an: "Kleidung ist entsprechend zu wechseln und zu desinfizieren, Unbefugte dürfen keinen Zugang zu den Stallanlagen haben. Ebenso große Bedeutung kommt den Transportfahrzeugen aus der Türkei zu: Sie müssen nach jedem Transport entsprechend gründlich gereinigt und desinfiziert werden." 

ZWS Braunvieh

Harley (geb. 2009) | V: Huray/MV: Presiden | gGZW: 131 | MW: 126 | FW: 110 | FIT: 114 | Ext. 109 Besamungsstation Greifenberg © Luca Nolli/BSG
Huray (geb. 2002) | V: Hussli/MV: Siray | gGZW: 131 | MW: 124 | FW: 95 | FIT: 116| Ext. 122 Besamungsstation Greifenberg © Luca Nolli/BSG
Erasco (geb. 2008) | V: Emerog/MV: Hucos | gGZW: 125 | MW: 118 | FW: 117 | FIT: 115 | Ext. 107 Rinderbesamungs-Genossenschaft Memmingen eG © Luca Nolli/RBG
Elias (geb. 2009) | V: Ellectio/MV: Hussli | gGZW: 123 | MW: 119 | FW: 90 | FIT: 116 | Ext. 103 Besamungsstation Greifenberg © BSG
Huck (geb. 2008) | V: Hucos/MV: Huray | gGZW: 121 | MW: 113 | FW: 104 | FIT: 118 | Ext. 111 Besamungsstation Greifenberg © Luca Nolli/BSG
Jungbulle Husold (geb. 2011) | V: Huray/MV: Presold | gGZW: 138 | MW: 129 | FW: 102 | FIT: 124 | Ext. 114 Rinderunion Baden-Württemberg, Herbertingen © RBW
Jungbulle Purpro (geb. 2012) | V: Payboy/MV: Huray | gGZW: 132 | MW: 122 | FW: 107 | FIT: 121 | Ext. 116 Rinderunion Baden-Württemberg, Herbertingen © RBW
Jungbulle Varonto (geb. 2012) | V: Vanpari/MV: Pronto | gGZW: 131 | MW: 122 | FW: 92 | FIT: 127 | Ext. 115 Rinderunion Baden-Württemberg, Herbertingen © RBW
Jungbulle Hupays (geb. 2012) | V: Huxoy/MV: Payssli | gGZW: 131 | MW: 121 | FW: 101 | FIT: 121 | Ext. 113 Rinderunion Baden-Württemberg, Herbertingen © RBW
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