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Tierwohl: Der optimale Stall für Kälber- und Jungvieh

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am Freitag, 16.07.2021 - 05:00 (1 Kommentar)

Außenklimaställe haben sich in der Kälberaufzucht bewährt. Wer einen neuen Kälber- und Jungviehbereich bauen will, muss allerdings einige Punkte beachten.

Sie sollen fit und gesund sein und möglichst schnell Strukturfutter aufnehmen. Die Ansprüche an die Kälber- und Jungviehaufzucht sind hoch.

Neben einem guten Management ist die Haltung der Tiere bei der Aufzucht entscheidend, um diesen Ansprüchen zu genügen. Grundlage bildet die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (TierSchNutztV), die für Jungtiere bis zum sechsten Lebensmonat gilt. Entscheidet man sich für einen Außenklimastall, bieten Kälberiglus eine gute Möglichkeit, um gesunde, robuste Kälber aufzuziehen.

Der Vorteil ist, dass man die Iglus individuell an die Betriebsgröße anpassen und erweitern kann. Außerdem lassen sie sich gut reinigen und desinfizieren und senken so den Keimdruck im Aufzuchtbereich. Gerade im Hinblick auf das noch schwache Immunsystem bei frischgeborenen Kälbern ist das ein wichtiger Punkt.

Wie viel Platz muss ich Kälbern bieten?

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Für den optimalen Start ins Leben ist neben der frühzeitigen Erstversorgung die Hygiene entscheidend. Kurz nach der Geburt sollte man die Kälber in saubere, frisch eingestreute Boxen einstallen. Hält man die Kälber einzeln, müssen die Boxen für die ersten zwei Lebenswochen mindestens 1,20 m lang, 0,80 m breit und 0,80 m hoch sein.

Zudem muss den Tieren ab dem achten Lebenstag frisches Raufutter oder rohfaserreiches Strukturfutter wie Heu zur Verfügung stehen. Nach der zweiten Lebenswoche müssen sie jederzeit Zugang zu frischem Wasser haben. Auch aus diesen Gründen ist ein Umstallen der Tiere in die Gruppenbucht nach 14 Tagen sinnvoll.

Im Alter von zwei bis acht Wochen dürfen sie nur einzeln gehalten werden, wenn die Box mit außen angebrachtem Trog mindestens 1,60 m lang und 1 m breit ist. Bei einem innenliegenden Trog vergrößert sich die geforderte Länge um 0,20 m. Ab einem Alter von über acht Wochen darf man die Tiere nur noch in Gruppen halten.

Tierwohl: Platzbedarf ist abhängig vom Körpergewicht

Grundsätzlich gilt, dass für Tiere, die man in der Gruppe hält, genügend Fressplätze vorhanden sein müssen. Das heißt, alle Kälber in der Gruppe sollten bei einer rationierten Fütterung gleichzeitig Futter und Wasser aufnehmen können.

Der Platzbedarf für Jungtiere ist abhängig vom Körpergewicht und muss bis zu einem Lebendgewicht von 150 kg mindestens 1,5 m² betragen. Im Biobereich gilt diese Fläche bei Tieren bis zu 100 kg.

Neben großzügigen Buchten ist sowohl in Einzel- als auch in Gruppenbuchten ein uneingeschränkter Sicht- und Berührungskontakt zu anderen Tieren sehr wichtig.

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