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Arzneimittel

Todesfälle bei Milchkühen: Velactis wird gestoppt

BVL/Anke Fritz/agrarheute
am
20.07.2016

Aufgrund von 72 gemeldeten Todesfällen bei Milchkühen im Zusammenhang mit der Anwendung des Arzneimttels Velactis, wurde das Mittel jetzt zurückgerufen.

Nach dem europaweiten Auftreten zahlreicher, schwerwiegender Nebenwirkungen bei trächtigen Milchkühen (einschließlich 72 gemeldeter Todesfälle) im Zusammenhang mit der Anwendung des Tierarzneimittels Velactis hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) gemeinsam mit den Behörden der Bundesländer darauf hingewirkt, dass der Zulassungsinhaber CEVA Santé Animale deutschlandweit den sofortigen Rückruf des Tierarzneimittels veranlasst. Damit soll in Deutschland das weitere Auftreten schwerwiegender Nebenwirkungen bei der Behandlung von Milchkühen verhindert werden.

Zulassung für Velactis ruht

Der wissenschaftliche Ausschuss für Tierarzneimittel (Committee for Medicinal Products for Veterinary Use) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) in London hat am 14. Juli 2016 einstimmig entschieden, der Europäischen Kommission das Ruhen der Zulassung für Velactis, das zum Trockenstellen bei Kühen verwendet wird, zu empfehlen. Velactis Injektionslösung für Rinder mit dem Wirkstoff Cabergolin ist ein zentral über die EMA zugelassenes Tierarzneimittel.

Velactis wird eingesetzt bei gesunden, hochtragenden Milchkühen und dient zur Unterstützung im Herden-Management-Programm zur Verminderung der Milchproduktion zu Beginn der Trockenstehphase (d. h. der Phase, in der die Kuh vor dem Abkalben und vor Beginn der nächsten Laktation nicht gemolken wird).

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