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Aufreger

Tote Kühe durch Dosenschrott: So geht es bei Irina Prem weiter

Irina Prem im Stall
am Freitag, 03.07.2020 - 10:11 (Jetzt kommentieren)

Bei Irina Prem sind in den letzten Wochen drei Milchkühe an Dosenschrott im Futter verendet. Die Landwirtin aus Schwarzach hat Angst, dass noch mehr Tiere sterben. Wie geht es weiter?

Der Facebook-Post von Irina Prem hat viele bewegt: Vor etwa vier Wochen verendete ihre trächtige Kuh Fillipa. Auch das Kalb im Mutterleib starb. Die Todesursache: Im Futter verpresster Dosenschrott. Agrarheute berichtete. Mittlerweile sind zwei weitere Milchkühe gestorben.

Die Landwirtin aus Schwarzach macht sich Sorgen, dass sich noch mehr Dosenteile in der Ration befinden und noch mehr Kühe verenden könnten. „Man sorgt für die Kühe von Geburt an und dann sterben sie einfach weg, ohne dass man etwas machen kann“, sagt die Bäuerin zur Passauer Neuen Presse (PNP).

Käfigmagnete sollen Dosenschrott unschädlich machen

Käfigmagnet von Kerbl

Damit die restlichen 225 Tiere verschont bleiben, hat die Landwirtin für jede Kuh einen Käfigmagneten bestellt. Der kleine Magnet wird dem Tier über das Maul in Richtung Schlund eingeführt, um Fremdkörper, wie zum Beispiel Nägel, Draht und Metallsplitter, einzufangen.

Der Käfigmagnet lagert sich im Netzmagen ab, ohne der Kuh zu schaden. Allerdings helfen die kleinen Magnete nicht bei Aluminium-Dosen, da diese nicht magnetisch sind. Doch hier könnte jemand anderes Abhilfe schaffen.

Sondengänger bieten Hilfe an

„Eine Gruppe von sogennanten Sondlern hat uns angeboten, unsere Flächen nach der Ernte abzusuchen“, sagt die bayerische Milcherzeugerin. Ein Sondler, oder auch Sondengänger genannt, sucht mit einem Metalldetektor gezielt nach Gegenständen im Boden.

Irina Prem und ihr Lebenspartner Gerhard Primbs prüfen gerade, wie und ob sie das Angebot der Sondengänger realisieren können. „Das wäre super, wenn das funktionieren würde", sagt die Milchviehhalterin.

Mit Material von Passauer Neuen Presse (PNP)

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