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Milchproduktion

"Ich trete nicht zurück"

von , am
18.03.2010

Dietersburg/München – Der Kreisvorsitzende des BDM in Rottal-Inn, Erwin Schneiderbauer lehnt die Rücktrittsforderung des BDM-Chefs Romuald Schaber ab. Der Landwirt spricht von einer Verleumdung in der Süddeutschen Zeitung.

Erwin Schneiderbauer

Der Kreisvorsitzende des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) in Rottal-Inn, Erwin Schneiderbauer, dementiert den von Romuald Schaber angekündigten Rücktritt von seinem Amt als Kreisvorsitzender. "Ich trete nicht zurück. Wenn das der BDM will, müssen sie ein Ausschlussverfahren einleiten", erklärt Schneiderbauer gegenüber agrarheute.com.

Die Forderung, sein Amt niederzulegen, habe der Landwirt aus dem Raum Rottal-Inn einen Tag nach seinem Auftritt als Bruder Barnabas beim Milchbauernabend in Reutberg aus der Süddeutschen Zeitung erfahren. Schaber habe erst später bei ihm angerufen. Schneiderbauer findet die Reaktion Schabers übertrieben: "Es war ein Starkbierfest und ich war als Bruder Barnabas verkleidet" verteidigt der Kreisvorsitzende seinen Auftritt. "Ich stand zwar nicht auf dem Programm, doch die Kreisvorstandschaft wusste Bescheid".

Schneiderbauer spricht von Verleumdung der SZ

Die Vorwürfe, die am Montag in einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zu lesen waren, dementiert Schneiderbauer: "Ich habe das Wort Charlotte Knobloch, jedoch nicht das Wort 'Juden' in den Mund genommen". Der als Haberfeldtreiber bekannte Schneiderbauer bezeichnet sich selbst als Mann der klaren Worte: "Ich rede einfach nur Klartext. Wenn ich nicht einer Meinung bin, dann bekommt derjenige es auch zu spüren. Die Wahrheit ist oft hart".

Innerhalb des BDM stünden viele Leute hinter ihm, erklärt Schneiderbauer. "Wenn im Ausschlussverfahren beschlossen wird, dass ich nicht mehr tragbar bin, dann geh ich. Aber Schaber kann dass nicht alleine entscheiden". Er kenne die Satzung und habe keine Angst. (pd)

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