Login
Molkerei

Trotz Umsatzrückgang: BMI sieht sich auf Kurs

Josef Koch, dlz agrarmagazin
am
21.06.2017

Die Bayerische Milchindustrie eG (BMI) hat im vergangenen Jahr weniger Umsatz erzielt, obwohl sie mehr Milch verarbeitete.

1.920 deutsche Milchbauern lieferten ihre Milch an die neun Produktionsstandorte in Bayern, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Insgesamt erfasste und verarbeitete die Genossenschaft 938 Mio. Kilogramm Milch (+1,5 Prozent) und knapp zwei Milliarden Molkenrohstoffe.

Eine deutliche Steigerung von 22,1 Prozent zeigte sich im Bereich Bio-Rohstoff: 76 Mio. Kilogramm Bio-Rohmilch und 340 Mio. Kilogramm Bio-Molkenrohstoffe hat die BMI im vergangenen Jahr 2016 verarbeitet.

BMI verzeichnet Umsatzrückgang von 1,9 Prozent

Trotz der um 1,5 Prozent gestiegenen Rohstoffanlieferung musste die BMI einen marktpreisbedingten Umsatzrückgang von 1,9 Prozent auf rund 532 Mio. Euro hinnehmen.

  • Die Produktionsmengen sanken um 3,9 Prozent auf 318 Mio. Kilogramm.
  • Ungeachtet der schwierigen Marktbedingungen wurde der Pulverbestand um 10.000 Tonnen abgebaut.
  • Der Jahresüberschuss betrug 11,6 Mio. Euro. Allein ein Grundstücksverkauf in Landshut spülte 9,8 Mio. Euro in die BMI-Kassen.

Dividende statt Nachzahlung

Durch den Jahresüberschuss von 11,6 Mio. Euro sowie die Zeichnung weiterer freiwilliger Geschäftsanteile durch einige Gesellschafter konnte die BMI das wirtschaftliche Eigenkapital auf 74,9 Mio. Euro bzw. 42,9 Prozent der Bilanzsumme erhöhen. "Die Eigenkapitalquote wollen wir weiter steigern", erläuterte BMI-Chef Peter Hartmann. Er nannte aber keine konkreten Zielvorgaben. Die aktuell 27 Mitgliederorganisationen der Genossenschaft werden 2016 Dividende von drei Prozent auf die einbezahlten Geschäftsguthaben erhalten.

Eine Nachzahlung auf den Milchpreis werden die Landwirte aber nicht erhalten. Laut BMI lag der Milchpreis im vergangenen Jahr bei tatsächlichen Inhaltsstoffen (4,17 Prozent Fett, 3,48 Prozent Eiweiß) im Durchschnitt über alle Milchsorten bei 29,20 Euro je 100 Kilogramm.

Zuwachs bei Trockenprodukten

Durch die Konzentration auf die drei Säulen Trockenprodukte, Frischeprodukte und Käse konnte die BMI die deutlich sinkenden Erlöse im ersten Halbjahr teilweise ausgleichen. Erfolgreich war vor allem das Segment Trockenprodukte: Obwohl die Produktionsmengen im Vergleich zum Vorjahr um knapp zwei Prozent auf 120 Mio. Kilogramm zurückgingen, konnte der Umsatz um 10,92 Prozent auf 174 Mio. Euro gesteigert werden. Dies lag nach BMI-Angaben unter anderem an einem konsequenten Ausbau des Angebots von höher veredelten Produkten. Umsatzrückgänge zeigten sich aufgrund der deutlich reduzierten Abgabepreise in den Bereichen Frische (20 Mio. Euro) und Käse (7 Mio. Euro).

Ihren Exportanteil konnte die BMI 2016 leicht steigern. Insgesamt rund 48 Prozent des Umsatzes hat die Molkerei mit Exportware erzielt.

„Die BMI verfügt über eine solide Marktposition, die wir weiter ausbauen wollen“, betont Geschäftsführer Peter Hartmann. So sollen die drei Sparten konsequent weitergeführt und neue Wege in die Zukunft erschlossen werden. Hierzu trage auch die gute Eigenkapitalquote der BMI bei.

Milch macht sexy: Das sind die Alpenmilch-Mädchen 2017

Kalendermotiv Alpenmilk 2017
Kalendermotiv Alpenmilk 2017
Kalendermotiv Alpenmilk 2017
Kalendermotiv Alpenmilk 2017
Kalendermotiv Alpenmilk 2017
Auch interessant