Login
Forschung

Tuberkulose gemeinsam bekämpfen

Untersuchung einer Blutprobe
Jana Semenow, agrarheute
am
19.10.2017

Die Rindertuberkulose wird durch eine Bakterieninfektion ausgelöst und kann sowohl beim Menschen als auch beim Tier zu gesundheitlichen Problemen führen. Human- und Tiermedizin entwickeln nun eine gemeinsame Strategie, um diese Krankheit einzudämmen.

Die Rindertuberkulose gilt insbesondere in Afrika und Südostasien als eine der häufigsten Erkrankungen. Weltweit infizieren sich nach Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jährlich rund 140.000 Menschen. Für etwa 12.000 kann die Infektion fatale Folgen nach sich ziehen.

Rindertuberkulose betrifft Mensch und Tier

Bei der Rindertuberkulose handelt es sich um eine Zoonose, welche sowohl beim Menschen als auch beim Tier auftreten kann. Die bakterielle Infektionskrankheit wird durch Mykobakterien ausgelöst. Die Bakterien siedeln sich zunächst in den Lymphknoten an. Erkrankte Tiere zeigen folgende Symptome:

  • sie sind geschwächt,
  • verlieren Gewicht,
  • zeigen eine erschwerte Atmung mit Husten und
  • einen starken Leistungsabfall.

Tuberkulose durch tierische Lebensmittel

Die meisten Infektionen beim Menschen treten durch den Verzehr kontaminierter Lebensmittel tierischen Ursprungs auf. Dabei kann es sich um Fleisch- aber auch um Milchprodukte handeln. Daher gilt die Bekämpfung der Rindertuberkulose als ein wichtiger Aspekt bei der Bekämpfung der Tuberkulose beim Menschen. Darüber hinaus stellt die Tierkrankheit auch einen enormen wirtschaftlichen Schaden dar.

Human- und Tiermedizin schließen sich zusammen

Die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE), die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die International Union Against Tuberculosis and Lung Disease (The Union) und die Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) haben deshalb eine Strategie aufgestellt, um die Krankheit gemeinsam zu bekämpfen. Mithilfe eines zehn Punkteplans soll die Tuberkulose eingedämmt werden. Dazu gehören unter anderem:

  • eine bessere Überwachung der Tuberkulose sowohl bei Menschen, Hausrindern und Wildtieren,
  • verbesserte Diagnostikmethoden und erweiterte Testkapazitäten,
  • verbesserte Lebensmittelsicherheit und
  • erweiterte Bekämpfungsmaßnahmen der Rindertuberkulose innerhalb der Tierherde.

CeresAward 2017: Das sind Deutschlands beste Landwirte

Georg Mayerhofer
Markus Dammann
Carolin Belzner und Vater Hans-Joachim Belzner
Daniel Wehmeyer
André Stallbaum
Albert Trimborn
Tobias Roeren-Wiemers
Anne Körkel
Michael Kneißl
Michael Faust
Moritz Bartmer
Auch interessant