Login
Haltung und Mast

Ukraine will Export von Rindvieh und Schafen erleichtern

von , am
13.08.2013

Kiew - In der Ukraine sollen die Ausfuhrzölle auf lebende Rinder und Schafe von derzeit 25 auf 5 Prozent (%) herabgesetzt werden.

Da die Mehrwertsteuereinnahmen aus den Import von Zuchtrindern ohnehin nicht so üppig ausfallen, erwägt Russland nun ganz auf die Steuer zu verzichten. © Petra Nickisch
Das sieht zumindest ein in der vergangenen Woche vom Kiewer Landwirtschaftsministerium veröffentlichter Entwurf der entsprechenden Gesetzesnovelle vor. Für Kalbinnen und Kühe mit einem Gewicht über 300 Kilo (kg) soll die Exporterleichterung nicht gelten.
 
Durch die Senkung der Ausfuhrzölle will das Ressort gegen das Desinteresse inländischer Agrarproduzenten an der Erzeugung von Rindfleisch und den Exporten von Schafen vorgehen, heißt es in der Begründung. Die vom Parlament zu verabschiedende Gesetzesänderung sollte Anfang 2014 in Kraft treten.

Zollsenkung hat keine Auswirkungen auf europäischen Markt

Für den deutschen und europäischen Markt hat diese Ankündigung jedoch keinerlei Auswirkungen, da die Ukraine aus veterinärhygienischen Gründen kein Rindfleisch in die EU liefern darf und ohnehin keine großen Mengen an Rindfleisch produziert, meint Olaf Zinke, der Redaktionsleiter des Marktkompasses. Die Ukraine exportiert ihr überschüssiges Rindfleisch derzeit hauptsächlich nach Russland und zwischen diesen Ländern bestehe ein Freihandelsabkommen. Der Rest gehe in asiatische Länder.
Auch interessant