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Haltung und Mast

Uneinheitliche Tendenz an den EU-Schlachtrindermärkten

von , am
23.04.2012

Brüssel - An den repräsentativen Märkten der Europäischen Union haben die Notierungen für Schlachtrinder in der Woche zum 15. April 2012 keine klare Tendenz gezeigt.

Der Preis für Jungbullen sank um drei Cent auf 3,59 Euro je Kilogramm Euro/kg SG. © Uschi Dreiucker/pixelio
Nach den Osterfeiertagen wurden weibliche Tiere überwiegend mit Preisaufschlägen gehandelt, männliche Tiere verzeichneten dagegen eher ein leichtes Minus. Das Preisniveau für Jungbullen der Handelsklasse R3 verminderte sich laut Angaben der EU-Kommission im gewogenen Mittel saisonal um 0,93 Euro oder 0,2 Prozent auf 379,27 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht. Dabei standen die Notierungen in der Slowakei und Rumänien mit einem Minus von 4,9 Prozent beziehungsweise 3,7 Prozent am stärksten unter Druck.
 
Italienische Erzeuger mussten mit 2,1 Prozent ebenfalls überdurchschnittliche Preisabschläge hinnehmen; gleiches galt für ihre französischen Kollegen mit 1,6 Prozent. In Deutschland verringerte sich der Erlös geringfügig um 0,3 Prozent. Dagegen zogen die Preise in Belgien und den Niederlanden um 0,7 Prozent beziehungsweise 1,0 Prozent an. Auf der iberischen Halbinsel wurden R3-Bullen in Portugal um 1,0 Prozent und in Spanien um 1,5 Prozent teurer.

Belebter Markt für Schlachtkühe

EU-Marktpreise für Schlachtrinder.
Erneut bergauf ging es in der Berichtswoche am Markt für Schlachtkühe. Für Tiere der Handelsklasse O3 wurden im EU-Mittel 305,25 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht erlöst; das waren 0,61 Euro oder 0,2 Prozent mehr als eine Woche zuvor. Zwischen 0,3 Prozent und 0,7 Prozent befestigten sich dabei die Notierungen in Deutschland, Irland, Frankreich und Dänemark.
 
Österreich meldete ein kräftigeres Plus von 3,0 Prozent. Erlöseinbußen mussten dagegen die Kuhhalter in Italien und Spanien mit einem Minus von 1,2 Prozent beziehungsweise 2,0 Prozent hinnehmen.

Feste Tendenzen am Schlachtfärsenmarkt

Weiterhin feste Tendenzen wurden zuletzt am Markt für Schlachtfärsen der Handelsklasse R3 registriert: Im EU-Mittel stiegen die Preise um 1,96 Euro oder 0,5 Prozent auf 386,25 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht. Besonders kräftig kletterten die betreffenden Notierungen in Tschechien, Dänemark, Ungarn und Schweden, und zwar zwischen 2,4 Prozent und 3,1 Prozent. In Deutschland erlösten die Erzeuger 0,3 Prozent mehr. Rumänien und Litauen waren in der Berichtswoche die einzigen Länder mit negativer Preisentwicklung für Schlachtfärsen.
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