Login
Haltung und Mast

Uneinheitliche Tendenz an den EU-Schlachtrindermärkten

von , am
11.04.2011

Brüssel - An den repräsentativen Märkten der Europäischen Union haben die Notierungen für Schlachtrinder in der Woche zum 3. April 2011 keine klare Tendenz gezeigt.

© Mühlhausen/landpixel
Das Preisniveau für Jungbullen der Handelsklasse R3 verminderte sich laut Angaben der Europäischen Kommission gegenüber der Vorwoche im gewogenen Mittel saisonal um 1,78 Euro oder 0,5 Prozent auf 345,89 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht. Ausschlaggebend war die Entwicklung in Italien mit einem Minus von 1,5 Prozent.
 
In Frankreich, Deutschland und Polen gaben die Notierungen um 0,6 Prozent bis 0,8 Prozent nach. Seitwärts tendierten die Preise in Österreich. Andererseits erhöhte sich das Erlösniveau für R3- Jungbullen in Irland, Portugal und Großbritannien um 0,4 Prozent bis 0,7 Prozent. 

Schlachtkühe: Preise im Aufwärtstrend

Weiter aufwärts ging es in der Berichtswoche am Markt für Schlachtkühe: Der gemittelte Durchschnittspreis für Tiere der Handelsklasse O3 erhöhte sich saisonal um 2,04 Euro oder 0,8 Prozent auf 263,16 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht. Dabei kletterten die Notierungen in den Niederlanden um 3,0 Prozent. Über spürbare Erlöszuwächse konnten sich auch die Milchviehhalter in Polen, Österreich und Belgien bei Aufschlägen von 1,0 Prozent bis 1,3 Prozent freuen. In Dänemark stiegen die Notierungen um 0,7 Prozent; in Irland waren es 0,8 Prozent. Seitwärts tendierten die Preise für O3-Kühe in Deutschland und Italien. Zu den wenigen Verlierern gehörten die Landwirte in Portugal und Tschechien bei Abschlägen von 1,4 Prozent beziehungsweise 2,8 Prozent.

Schlachtfärsen: Überwiegend schwächere Tendenz

Zum vergrößern klicken
Schwächer präsentierte sich zuletzt der Markt für Schlachtfärsen. Für Tiere der Handelsklasse R3 wurden in der Berichtswoche 343,41 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht gezahlt; das waren 1,64 Euro oder 0,5 Prozent weniger als eine Woche zuvor. Maßgeblich war die Entwicklung in Italien, wo die Preise um 2,1 Prozent elen. Noch höhere Abschläge von 2,7 Prozent beziehungsweise 4,3 Prozent meldeten Tschechien und die Slowakei. In Spanien ging es um 1,3 Prozent bergab. Nur knapp behaupten konnten sich die Preise für R3-Färsen in Deutschland. Weitgehend unverändert blieb der Markt in Großbritannien, Frankreich und Luxemburg. In Österreich erholte er sich hingegen mit einem Plus von 0,7 Prozent.
Auch interessant