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Haltung und Mast

Uneinheitliche Tendenz an den EU-Schlachtrindermärkten

von , am
12.09.2011

Brüssel - An den repräsentativen Märkten der Europäischen Union haben die Notierungen für Schlachtrinder in der Woche zum 4. September 2011 keine klare Tendenz gezeigt.

© Susanne Schmich/pixelio
Das Preisniveau für Jungbullen der Handelsklasse R3 erhöhte sich laut Angaben der EU-Kommission im gewogenen Mittel saisonal um 4,67 Euro oder 1,3 Prozent auf 354,77 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht (SG). Am stärksten legten die Notierungen in Spanien und Litauen mit einem Plus von jeweils rund fünf Prozent zu.
 
Über spürbare Erlösverbesserungen konnten sich auch die Rindermäster in Großbritannien, Deutschland, Belgien, Bulgarien, Tschechien und den Niederlanden bei Aufschlägen von 1,1 Prozent bis 1,7 Prozent freuen. Gut behaupten konnten sich die Preise für R3-Jungbullen in Österreich, Polen und Portugal.

Stabile Tendenz an den EU-Schlachtrindermärkten

Wenig Bewegung wurde hingegen zuletzt am EU-Schlachtkuhmarkt registriert. Die Notierungen für Tiere der Handelsklasse O3 gaben zum Septemberauftakt saisonal um 1,00 Euro oder 0,3 Prozent auf 281,62 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht nach. Stark unter Druck gerieten die Preise dabei in Griechenland und Spanien. In wichtigen mitteleuropäischen Erzeugerländern präsentierte sich der Markt hingegen stabil. Deutschland und Frankreich meldeten ebenso wie Dänemark konstante Notierungen. In Irland, Großbritannien, Italien und Ungarn legten die Preise für O3-Kühe um jeweils knapp ein Prozent zu.

Schlachtfärsenpreise zum Teil spürbar gestiegen

EU-Marktpreise für Rinder (Woche vom 29. August bis 4. September 2011).
Aufwärts ging es in der Berichtswoche bei den Notierungen für Schlachtfärsen der Handelsklasse R3. In dieser Kategorie meldete die EU-Kommission einen gewogenen Durchschnittspreis von 352,66 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht; das waren 5,77 Euro oder 1,7 Prozent mehr als in der Vorwoche. Dabei legten die Notierungen in Großbritannien und Polen um 0,5 Prozent beziehungsweise 1,0 Prozent zu.
 
Überdurchschnittliche Erlöszuwächse wurden in Spanien ebenso wie in Litauen registriert. Deutliche Erlöseinbußen mussten die Rinderhalter in Italien hinnehmen, wo die Preise für R3-Färsen um 2,5 Prozent sanken.
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