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Sicherheit

Unfall auf der Weide: Hier lauert Gefahr

© SLVFG
von am
19.07.2016

Erst kürzlich ereignete sich wieder ein tödlicher Weide-Unfall durch einen Deckbullen. Wer diese Maßnahmen nicht befolgt, begibt sich in höchste Gefahr.

Immer wieder kommt es zu tragischen Unfällen bei der Weidehaltung. Vor kurzem erst wurde ein Landwirt auf einer Weide in Rheinland-Pfalz tödlich verletzt. Beim Wechseln des Wasserfasses wurde der Landwirt rücklings vom Deckbullen angegriffen. Der Unfallhergang lief so schnell ab, dass die zweite Person auf der Weide keine Chance mehr hatte, ihn noch zu warnen.

Tipps für den Wasserwechsel auf der Weide

Unfälle dieser Art verzeichnet die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft immer wieder, sei es bei der Wasserstandskontrolle oder beim Wechseln des Wasserfasses. Sie weist in diesem Zusammenhang auf folgende Sicherheitsmaßnahmen hin:

  • Stellen Sie das Wasserfass von außen an die Weide. So brauchen Sie für den Wechsel oder für die Wasserstandskontrolle die Weide nicht zu betreten.
  • Achten Sie auf das Verhalten des Bullen. Zeigt er erste Anzeichen von Verhaltensauffälligkeiten, entfernen Sie ihn unbedingt aus der Herde.
  • Gehen Sie nie alleine auf die Weide, wenn ein freilaufender Deckbulle in der Herde mitläuft.
  • Behalten Sie den Deckbullen immer im Auge. Der vorliegende Fall zeigt, dass die Anwesenheit einer zweiten Person keine Garantie für einen Nichtangriff des Deckbullen ist.

Achtung: Diese Pflanzen sind für Weidetiere giftig

Das Vergiftungsbild bei Steinklee wird im Allgemeinen erst nach zwei bis drei Wochen fortwährender Steinkleeverfütterung sichtbar, da die Wirkstoffe kumulieren. Häufig wird eine Lähmung der Rumpfmuskulatur beobachtet, aber die Beweglichkeit des Kopfes bleibt erhalten. Der Tod tritt meist zehn bis zwölf Tage nach Erkrankungsbeginn ein, sofern nicht schnell und gezielt therapiert wird. © lixitixel
Beim Schierling ist die gesamte Pflanze giftig. Rinder meiden die Frischpflanze, aber Schweine scheinen sie zu mögen. Der Schierling führt im ersten Schritt zu Fressunlust und kann bei entsprechender Menge auch zum Tod führen. © MPF/Wikipedia
Normalerweise wird das Jakobskreuzkraut (Synonym Jakobsgreiskraut) auf der Weide nicht gefressen, aber wenn das Vorkommen hoch und/oder die Pflanze im Rosettenstadium ist, wird sie besonders von Jungtieren nicht selten aufgenommen. Die Pflanze ist nicht nur im frischen, sondern auch im getrockneten und silierten Zustand giftig. © Rasbak/Wikipedia
Die Symptome eine Vergiftung mit Jakobskreuzkraut sind vollständige Futterverweigerung, rapider Gewichtsverlust, reduzierte Milchleistung, abnorm gefüllter Pansen, Bauchwassersucht (Aszites), übel riechender wässriger oder blutiger Durchfall sowie plötzliche Aufregungszustände. Die Erkrankung endet oft tödlich. © anro0002/Wikipedia
Die Herbstzeitlose ist hochgiftig und kommt bevorzugt auf feuchten Wiesen vor. Den deutschen Namen erhielt die Pflanze, weil sie im Herbst und somit „außerhalb der Zeit“ blüht. Vergiftungssymptome sind Futterverweigerung und fast vollständig fehlendes Wiederkauen, Speichelfluss, Schweißausbrüche, Koliken und blutiger Durchfall. © Juandev/Wikipedia
Die Herbstzeitlose ist giftig für Pferde, Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Hunde und Katzen sowie für Nager wie Kaninchen und Hasen. Besonders gefährdet sind Pferde und Schweine, während Rinder und Schafe nicht ganz so empfindlich reagieren. Für das erwachsene Rind liegt die tödliche Dosis bei 1,5 bis 2,5 kg des frischen Krautes beziehungsweise 2 bis 2,5 kg der getrockneten Pflanze. © Dominik Matus/Wikipedia
Beim Schwarzen Nachtschatten ist die gesamte Pflanze giftig, besonders die Beeren.Als Vergiftungssymptome werden erweiterte Pupillen, Verdrehung des Kopfes, Mattigkeit, Muskellähmung, schwankender Gang, Empfindungslosigkeit, Koliken und Durchfall beobachtet. © Bogdan/Wikipedia
Die gesamte Pflanze ist wenig giftig, wirkt aber fototoxisch. Innerhalb von ein bis zwei Tagen kommt es zu Veränderungen wie Rötungen, Schwellungen und schwarzen Krusten an unpigmentierten und dünnbehaarten Körperstellen (Augenlidern, Flotzmaul, Euter). © Albert Herring/agrarheute.com
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