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Haltung und Mast

Unterschiedliche Entwicklung der Schlachtrinderpreise

von , am
23.01.2012

Brüssel - Die Notierungen für Schlachtrinder an den repräsentativen Märkten der Europäischen Union haben zur Monatsmitte kein einheitliches Bild gezeigt.

© Margot Kessler/pixelio
Während sich die feste Tendenz bei Schlachtkühen fortsetzte, wurden männliche Tiere schwächer bewertet. Das Preisniveau für Jungbullen der Handelsklasse R3 verminderte sich laut Angaben der EU-Kommission in der Woche zum 15. Januar 2012 im gewogenen Mittel der Mitgliedstaaten saisonal um 1,79 Euro oder 0,5 Prozent auf 381,21 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht.
 
Während R3-Jungbullen in den Niederlanden 6,1 Prozent und in Polen 3,0 Prozent mehr erlösten, gingen die Preise in Italien um 2,6 Prozent und in Dänemark um 1,1 Prozent zurück. Für Deutschland wurde von der Kommission ein mittleres Preisniveau von 381,48 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht ausgewiesen; das waren 0,8 Prozent weniger als im vorherigen Berichtszeitraum.

Preise für Schlachtkühe zumeist fester

EU-Marktpreise für Rinder (Woche vom 9. bis 15. Januar 2012).
Mehrheitlich fester tendierten in den Mitgliedstaaten erneut die Preise für Schlachtkühe. Im EU-Durchschnitt wurden für Tiere der Handelsklasse O3 laut Kommissionsangaben 285,39 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht gezahlt, womit der Vorwochenwert um 2,49 Euro oder 0,9 Prozent übertroffen wurde. Am stärksten fiel der Anstieg mit einem Plus von 8,1 Prozent in Bulgarien aus; in Spanien und Lettland befestigten sich die Notierungen ebenfalls überdurchschnittlich.
 
Preisabschläge von vier Prozent und mehr mussten dagegen die Erzeuger in Slowenien und Finnland hinnehmen. In Deutschland entwickelte sich das Geschehen ähnlich dem EU-Durchschnitt: Milchkühe zur Schlachtung erlösten hierzulande mit 293,76 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht im Wochenvergleich 1,4 Prozent mehr.

Starker Preisverfall in den Niederlanden

Sehr uneinheitlich präsentierte sich der Schlachtfärsenmarkt: Im Schnitt der meldenden EU-Staaten wurden für Tiere der Handelsklasse R3 376,97 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht gezahlt, 0,9 Prozent weniger als in der vorangegangenen Berichtsperiode. Mitverantwortlich dafür war ein recht starker Preisverfall in den Niederlanden von 11,5 Prozent sowie der in Spanien verzeichnete Abschlag von 2,7 Prozent. Auch in Italien und Portugal gaben die Preise für R3-Schlachtfärsen nach. Stabile Tendenzen wurden dagegen für Deutschland und Frankreich gemeldet, wohingegen die Notierungen in Dänemark um 3,8 Prozent und in Schweden sogar um 7,8 Prozent anzogen.
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