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Haltung und Mast

Unterschiedliche Preisentwicklung für Schlachtrinder in der EU

von , am
05.03.2012

Brüssel - Die Notierungen für Schlachtrinder an den repräsentativen Märkten der Europäischen Union haben in der Woche zum 26. Februar 2012 keine klare Tendenz gezeigt.

© Margot Kessler/pixelio.de
Weibliche Schlachttiere erzielten höhere Preise, männliche Tiere wurden in der Summe etwas schwächer bewertet. Das Preisniveau für Jungbullen der Handelsklasse R3 verminderte sich laut Angaben der Europäischen Kommission im gewogenen Mittel saisonal um 0,96 Euro oder 0,3 Prozent auf 379,54 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht. Am stärksten fielen die Notierungen in den Niederlanden mit einem Minus von 5,5 Prozent und in Rumänien mit 4,4 Prozent. Rindermäster in Italien mussten einen Rückgang von 2,8 Prozent verkraften.
 
Erzeuger in Großbritannien erlösten 1,4 Prozent weniger. Knapp stabil blieben dagegen die Preise in Österreich und Irland, während in Deutschland, Dänemark und Belgien leichte Zuwächse zwischen 0,2 Prozent und 0,4 Prozent realisiert wurden. Am stärksten stiegen die Bullennotierungen in Tschechien und Litauen mit 2,2 Prozent sowie in Lettland mit 3,5 Prozent.

Schlachtkuhmarkt: Uneinheitliche Entwicklung

EU-Marktpreise für Rinder.
In weiterhin fester Verfassung präsentierte sich der EU-Schlachtkuhmarkt. Für Tiere der Handelsklasse O3 wurden im Durchschnitt 302,19 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht gezahlt, das waren 3,22 Euro oder 1,1 Prozent mehr als eine Woche zuvor. Dabei stiegen die Notierungen in den baltischen Staaten Lettland und Estland um 3,7 Prozent beziehungsweise 4,0 Prozent überdurchschnittlich stark.
 
In Italien, Spanien und Frankreich legten die Preise für O3-Kühe zwischen 1,2 Prozent und 1,9 Prozent zu, in Deutschland und Polen fiel das Wachstum mit 1,0 Prozent etwas geringer aus. Entgegen dem EU-Trend erlösten die Erzeuger in Dänemark, der Slowakei, Schweden und Litauen etwas weniger Geld für ihre Altkühe. Den stärksten Preisrückgang verzeichnete Portugal mit 2,2 Prozent.

Feste Preistendenz für Schlachtfärsen

Weiterhin fest tendierten die Notierungen am Markt für Schlachtfärsen. Tiere der Handelsklasse R3 wurden im EU-Mittel mit 382,92 Euro abgerechnet, das waren 2,29 Euro oder 0,6 Prozent mehr als eine Woche zuvor. Dabei stiegen die Preise in Italien und Österreich mit 2,2 Prozent sowie in Griechenland mit 3,4 Prozent am deutlichsten an, während deutsche Erzeuger 0,9 Prozent höhere Erlöse erzielten.
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