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Landgericht Bayern

Urteil im Kuhglocken-Streit

Kuh mit Glocke auf der Weide
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Jana Semenow, agrarheute
am
15.12.2017

Nach langem Hin und Her hat das Landgericht Bayern nun ein Urteil im Kuhglockenstreit gefällt.

Im Fall des Kuhglockenstreits wurde die Klage vom Landgericht Bayern abgewiesen. Die Begründung: Die Klage sei nicht zulässig.

Das Ganze begann bereits im Jahr 2011. Am Ortsrand von Holzkirchen erwarb ein Ehepaar ein Haus mit angrenzender Weide. Kurze Zeit später pachtete Landwirtin Regina Killer genau diese Weide für ihre Kühe, welche für die Region typische Kuhglocken tragen.

Klage gegen Kuhglocken

Der Mann klagte gegen die nach eigenen Angaben empfundene Ruhestörung. Die Lautstärke der Glocken hatte der Mann zuvor gemessen und ergab 100 dB, berichtete Deutschlandfunk. Das würde der Lautstärke eines Presslufthammers entsprechen. Zudem würde der Lärm zu einer Minderung seiner Immobilie führen. Der Wert würde um etwa 100.000 Euro sinken.

Kläger akzeptierte Vergleich

2015 hatte das Amtsgericht Miesbach bereits einen Vergleich herbeigeführt. Die Rinder müssen einen bestimmten Abstand zum Haus einhalten. Dieser würde ungefähr die Hälfte der gepachteten Weide entsprechen. Dem Vergleich hatten alle Parteien zugestimmt.

Jetzt hatte der Anwohner aber weitergeklagt. Das Glockenläuten sei ihm immer noch zu laut und er fürchtete aufgrund dieses Lärms depressiv zu werden, berichtet Deutschlandfunk.

Urteil im Kuhglockenstreit

Die Klage wurde am Donnerstag (14.12.) abgewiesen mit der Begründung: Die Klage sei nicht zulässig! Die Richterin hatte dies im Verfahren bereits angedeutet. Der Grund: um erfolgreich zu klagen, hätte sich der Anwohner nicht bereits im Jahr 2015 auf einen Vergleich einlassen dürfen! Dies stelle einen verbindlich geschlossenen Vertrag dar den man nicht im Nachhinein einfach so auflösen könne. Jetzt noch einmal dagegen zu klagen, sei zu spät.

Kuhglockenstreit geht in die nächste Runde

Damit ist die Sache aber noch nicht abgeschlossen. Der Anwalt des Klägers überlegt zurzeit Berufung beim Oberlandesgericht München einzulegen. Hier dann in dritter Instanz. Gleichzeitig hat die Ehefrau des Klägers nun auch Klage gegen die Landwirtin eingereicht mit genau dem selben Inhalt. Diese Klage wäre nicht vorbelastet durch den Vergleich und damit würde dieser Prozess wieder vom neuen losgehen.

Mit Material von Deutschlandfunk

Kuhle Typen und Milchmädchen

Kuh guckt einem Mann über die Schulter
Collage mit mehreren Kuhfotos
Kuh knabbert an Ht von blonder Frau
Blonde Frau kuschelt mit Kuh
Mann und Frau kuscheln mit Kuh
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Mann und Frau vor Kuhherde
Kälbchen wird von Frau gefüttert
Blonde Frau kuschelt mit Kuh
Kuh guckt einem Mann über die linke Schulter
Mehrere Kühe mit einem Mann
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Geschmückte Kuh und Mann in Tracht
Frau und Schnauze einer Kuh
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Braunweißes Kälbchen und blonde Fraue
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