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Aus der Wirtschaft

US-Farmer mästen weniger Rinder

von , am
28.08.2013

Washington - Die US-amerikanischen Farmer fahren ihre Rindermast deutlich zurück. Mehr als zehn Prozent weniger Mastplätze vermeldet das US-Agrarministerium.

Sollte es ein Freihandelsabkommen mit den USA geben, rechnen die Forscher mit Importen von hochwertigem, marmoriertem Fleisch. © fisfra/Fotolia.com
In den USA sind laut dem aktuellen Rinderbestandsbericht (Cattle-on-Feed Report) des US-Agrarministeriums (USDA) im Juli 1,722 Millionen junge Rinder neu in die Mastplätze aufgestallt worden. Damit beträgt der Rückgang gegenüber dem Vorjahr 10,4 Prozent und ist deutlich höher ausgefallen, als von Analysten erwartet worden war. Zudem ist es die kleinste Viehmenge seit dem Juli 2008, die ferner um 7,8 Prozent unter dem Fünf-Jahresdurchschnitt liegt.
 
Dem Bericht zufolge haben sich zum Stichtag 01.08.2013 insgesamt 10,026 Mio. Rinder in den amerikanischen Mastplätzen befunden. Das sind 5,9 Prozent weniger als 2012 und der kleinste Bestand seit 2010. Auch hier hatten die Analysten mit einem Minus von 4,2 Prozent und einem Gesamtbestand von 10,208 Mio. Tieren deutlich daneben gelegen. Der aktuelle Viehbestand liegt um ein Prozent unter dem zu diesem Zeitpunkt üblichen Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre.

Mäster beklagen schlechte Margen

An die Schlachtbetriebe sind laut USDA im Juli 2 Mio. Rinder veräußert worden, 4,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit erreicht die Zahl das Niveau der Analystenprognose von einem Plus von 4,4 Prozent auf 1,997 Mio. Tiere. Hauptgrund für den Zuwachs sei der zusätzliche Schlachttag im Juli 2013 im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Margen der Mäster seien erneut negativ gewesen, wodurch sich die Verlustphase auf 27 Monate in Folge verlängert habe, erklärte Rich Nelson, Analyst bei Allendale Inc. Der bisherige Verlustrekord lag bei 22 Monaten im Zeitraum Juni 2007 bis März 2009.

Weniger Schlachtungen in 2014

Analysten bewerteten die USDA-Zahlen als stützend für die Schlachtvieh-Futures, insbesondere für den Dezember 2013 und die Kontrakte im ersten Quartal 2014. Die geringeren Aufstallungen in Verbindung mit Gewichtsrückgängen bei den jungen Rindern deuteten darauf hin, dass die Schlachtungen in den ersten drei Monaten des kommenden Jahres um mindestens 8 bis 10 Prozent unter dem Niveau der Vorjahre liegen könnten, erläuterte Nelson laut Dow Jones News.
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