Login
Unwetterkatastrophe

USA: 30.000 Milchkühe erfrieren im Schneesturm

Sabine Leopold/nc
am
05.01.2016

Über 30.000 Milchkühe fallen in den USA einer Unwetterkatastrophe zum Opfer. Betroffen sind dabei vor allem Hochleistungsregionen.

Jungbulle nach schwerem Schneesturm (South Dakota, 1966). © NOAA

Ein Schneesturm tobte am letzten Dezemberwochenende über das westliche Texas und das östliche New Mexico. Noch sind die betroffenen Tierhalter dabei, ihre Verluste zu beziffern, doch bereits jetzt scheint klar, dass über 30.000 Milchkühe in der Unwetterkatastrophe verendeten.

Laut der texanischen Milcherzeuger-Vereinigung Texas Association of Dairymen (TAD) starben durch den Blizzard Goliath in dem Bundesstaat schätzungsweise 15.000 Milchkühe. Betroffen waren dabei vor allem die Hochleistungsregionen. In New Mexico lagen nach Angaben der dortigen Offizialberatung die Verluste sogar noch höher. Hier sind nach ersten Erhebungen rund 20.000 tote Milchkühe zu beklagen.

Hohe Verluste auch beim Jungvieh

Darren Turley, geschäftsführender Direktor der TAD, schätzt zudem, dass sich die Verluste beim Jungvieh in ähnlichen Dimensionen bewegen. Desweiteren habe sich eine erhebliche Anzahl Kühe trockengestellt, weil die Farmer ihre Ställe nicht erreichen und so tagelang nicht melken konnten.

Nächstliegendes Problem: verendete Tiere entsorgen

Im Moment versuchen die offiziellen Stellen, das nächstliegende Problem in den Griff zu bekommen: die Entsorgung der verendeten Tiere.

Turley machte auch klar, dass die Milchproduktion in den betroffenen Gebieten einen erheblichen Einbruch zu verzeichnen habe, der sich wohl nicht kurzfristig kompensieren lässt. Hier kommen neben den aktuellen Verlusten unter den produktiven Tieren vor allem die nun fehlenden Jungrinder zum Tragen.

Tipps zur Klauengesundheit Ihrer Milchkühe

Management und Controlling helfen, die Klauengesundheit zu optimieren. Klauengesundheit, Haltungssystem, Fütterung und Stoffwechselerkrankungen hängen zusammen. © Anneke Struck
Die haltungsbedingten Einflüsse auf die Klauengesundheit sind Schmutz, Verletzungsgefahren, Feuchtigkeit und Fehler in den Funktionsbereichen. © Anneke Struck
Eine stille Brunst ist kein Fehler der Kuh, sondern ein Haltungsfehler durch den Landwirt. © Anneke Struck
Schauen Sie auf die Laufgänge. Sind dort Rutschspuren zu erkennen, müssen sie besser abgeschoben oder saniert werden. © Anneke Struck
Hält eine Kuh den Kopf nach unten und geht langsam, ist das ein Zeichen dafür, dass sie den Boden genau im Blick haben muss, weil er rutschig ist, oder zu viele Kanten vorhanden sind. © Anneke Struck
Zwei Stunden nach dem Füttern müssen über 70 Prozent der Tiere liegen. Die Kühe sollten maximal 30 Sekunden vom Eintreten in die Box bis zum Ablegen brauchen. Eine Liegezeit darf die 1,5 Stunden nicht übersteigen. © Anneke Struck
Wichtig ist, dass die Gummiböden regelmäßig mit dem Mistschieber abgeschoben werden, damit die Tiere nicht wegrutschen und der Druck auf die Klauen minimiert wird. © Anneke Struck
Auch interessant