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Forschung

USA: Bakteriengene in DNA von Rindern nachgewiesen

Holstinrind
am
12.09.2019
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In gentechnisch erzeugten hornlosen Rindern wurden Bakteriengene entdeckt. Auch Antibiotikaresistenzen sollen enthalten sein.

Das amerikanische Start-up Unternehmen Recombinetics feierte ihre erzeugten hornlosen Rinder als großen Erfolg für die Rinderzucht. Mit ihnen sollte eine neure Ära der besseren, schnelleren molekularen Landwirtschaft anbrechen. Schmerzhaftes Enthornen sollte damit der Vergangenheit angehören. Doch Wissenschaftler der US-Zulassungsbehörde haben bei genauerer Untersuchung unerwünschte Gene in der DNA dieser Tiere entdeckt, wie Heise online berichtet.

Bei der Genomsequenz eines gentechnisch veränderten Bullens entdeckten die Wissenschaftler die DNA von Bakterien. Darunter soll auch ein hochproblematisches Gen enthalten sein, das Antibiotikaresistenz verleiht. Diese "unbeabsichtigte" Ergänzung soll während des Geneditierungsprozesses erfolgt sein.

Ob die bakterielle DNA ein größeres Risiko darstellen könnte, ist noch unklar. Der wissenschaftliche Bericht gab keine klaren Aussage dazu, ob diese Fremdgene problematisch seien. Nach Aussage eines pensionierten Mikrobiologen soll es aber sehr unwahrscheinlich sein, dass das Gen weiter springe, berichtet Heise online. Jedoch könnte die Anwesenheit der Bakterien-DNA in einem Rind aber unabsehbare Ausbreitungsmöglichkeiten haben.

Mit Material von Heise online, bioRxiv

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