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Haltung und Mast

USDA/Rind: Rekord beim Welthandel

von , am
27.11.2013

Der weltweite Handel mit Rindfleisch ist in 2013 um über neun Prozent gewachsen. Grund für das sehr starke Exportwachstum ist der Anstieg der globalen Produktion um 1,6 Prozent auf 58,5 Mio. t.

Die Amerikaner bleiben nach Brasilien, Indien und Australien die Nummer 4 unter den TOP-Exporteuren bei Rindfleisch. © ALCE/fotolia.com
Der globale Handel mit Rindfleisch ist in 2013 um über neun Prozent auf 8,9 Millionen Tonnen (Mio. t) gewachsen. Das ist im Vergleich zum Jahr 2009 ein Zuwachs von rund 20 Prozent. Auch im nächsten Jahr soll die Exportmenge weiter wachsen und erstmals die Marke von neun Mio. t überspringen. Davon geht das USDA in seinem aktuellen Marktüberblick zum internationalen Rindfleischmarkt aus.

EU: Produktion und Verbrauch stabilisieren sich

Für die Europäische Union hat das USDA für 2013 eine Rindfleischproduktion von 7,69 Mio. t prognostiziert. Diese soll 2014 erstmals wieder zunehmen und bei 7,76 Mio. t liegen.
 
Der Rindfleischverbrauch stagniert 2013 bei 7,78 Mio. t und auch 2014 soll die Verbrauchsmenge nur ganz gering zunehmen. Damit übersteigt die Verbrauchsmenge in diesem und im nächsten Jahr die Produktion um rund ein Prozent.
 
Der Export der Europäer geht in 2013 um gut zwölf Prozent auf 0,26 Mio. t zurück. Im nächsten Jahr erwartet das USDA jedoch eine stabile Exportmenge von 0,27 Mio. t.
 
Den europäischen Rindfleischimport erwarten die US-Analysten 2013 bei etwa 0,35 Mio. Für 2014 wird mit einer ähnlich großen Menge gerechnet.

US-Produktion bricht drastisch ein

In den USA ist die Rindfleischproduktion im laufenden Jahr um gut ein Prozent geschrumpft und soll 2014 um sechs Prozent auf elf Mio. t einbrechen. Grund sind die wegen Trockenheit, Futtermangel und hohen Futterkosten abgebauten Rinderbstände der letzten Jahre.
 
Der Verbrauch geht wegen des knappen Angebots und der hohen Preise bereits im laufenden Jahr um ein Prozent zurück und schrumpft 2014 noch einmal deutlich um 5,5 Prozent auf elf Mio. t.
 
Der Export der Amerikaner geht ebenfalls zurück. Im laufenden Jahr stagniert die Exportmenge noch bei 1,1 Mio. t und 2014 rechnet das USDA mit einem Rückgang auf eine Mio. t.
 
Die Importmenge von preiswertem Rindfleisch bleibt mit insgesamt einer Mio. t auch 2013 auf dem Stand des letzten Jahres und wird sich wohl auch 2014 nicht ändern.

Brasilien bleibt Marktführer beim Export

Für Brasilien liegt die Produktionsmenge in 2013 bei 9,6 Mio. t und damit drei Prozent höher als im Vorjahr. Für 2014 erwartet das USDA ein weiteres Wachstum um drei Prozent. Grund sind unter anderem staatliche Förderprogramme und die gute Futterversorgung.
Der brasilianische Verbrauch von Rindfleisch hat sich im laufenden Jahr kaum verändert und liegt bei 7,86 Mio. t. In 2014 erwartet man jedoch einen Anstieg auf etwa acht Mio. t.
 
Seit 2012 ist Brasilien der weltweit größte Rindfleischexporteur. Im aktuellen Jahr liegt die Menge bei etwa 1,8 Mio. t. In 2014 sollen die Ausfuhren um fünf Prozent wachsen.

Indien mit dem stärksten Wachstum

Weltmarktpreise für Rindfleisch. © oz/Marktkompass
Zu den am schnellsten wachsenden Rindfleischerzeugern gehört Indien. Grund ist die kräftige Expansion des indischen Milchkuhbestandes infolge der stark wachsenden Nachfrage nach Milchprodukten in Indien. In 2013 stieg die erzeugte Rindfleischmenge um knapp neun Prozent auf 3,75 Mio. t. Für 2014 erwartet man einen weiteren Produktionszuwachs von fünf Prozent.
Der indische Verbrauch wächst im laufenden Jahr um drei Prozent auf 2,1 Mio. t und nimmt 2014 um weitere fünf Prozent zu.
 
Der Export der Inder ist in 2013 um 17 Prozent auf 1,76 Mio. t gestiegen. Er soll im nächsten um weitere sechs Prozent wachsen.

Importe wachsen auch 2014 weiter

Die größten Importeure von Rindfleisch sind Russland, USA, Japan, Hongkong, China, Süd-Korea sowie die EU.
Seit 2012 sind vor allem die chinesischen Importe gewachsen. Die Importe Chinas lagen 2013 bei 0,4 Mio. t und sollen 2014 auf 0,48 Mio. t wachsen.
 
Die russischen Importe sind 2013 mit einer Mio. t ähnlich groß wie im Vorjahr und sollen auch 2014 etwa diese Größenordnung erreichen.
 
Die japanischen Importe lagen 2013 bei 0,77 Mio. t und sollen 2014 moderat auf 0,78 Mio. t steigen.
 
Auch die Importe Südkoreas nehmen nach einer Stagnation in 2013 im nächsten Jahr zu und steigen auf knapp 0,4 Mio. t.

Marktreport: Rindermarkt - Niedrige Preise, kleines Angebot (Oktober 2013)

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