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Milchproduktion

Verbesserter Milchmarkt in Europa

von , am
14.07.2010

Brüssel - Die Gesamtsituation am europäischen Milchmarkt hat sich im zweiten Halbjahr 2009 und im Laufe der ersten Jahreshälfte 2010 deutlich verbessert.

© agrarfoto.com

Die Erzeugerpreise sind ab Mai 2009 spürbar angestiegen und haben im November ein Niveau von 28,4 Cent netto je Kilogamm erreicht. Im April lag der Durchschnitt der Mitgliedsländer bei 27,7 Cent, in den folgenden Monaten kam es zu weiteren Anhebungen. Dies teilt die EU-Kommission in ihrem vierteljährlich erscheinenden Milchmarktbericht fest. Die Anlieferungen an die Molkereien blieben im Jahr 2009 trotz der ein Prozentigen Quotenerhöhung um 0,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.

Laut Schätzungen der Kommission wurde die EU-Referenzmenge im Quotenjahr 2009/10 um sieben Prozent unterschritten. Die Öffnung der Interventionslager für Butter und Magermilchpulver im Mai habe bisher keine negativen Auswirkungen auf den Markt gehabt, bisher seien nur kleine Mengen zugeschlagen worden, betont die Brüsseler Behörde. Nach Angaben der Kommission dürften lediglich die Niederlande und Dänemark die Anlieferungs-Referenzmengen im Quotenjahr 2009/10 überschritten und eine Zusatzabgabe zu entrichten haben.

Notierungen stabil

Deutschland, Österreich, Luxemburg und Zypern lagen den Berechnungen zufolge knapp unter der Quotenlinie (Österreich, wie berichtet, um 34.000 Tonnen). In den ersten vier Monaten dieses Jahres setzte sich der Trend einer rückläufigen Anlieferung insgesamt fort, wobei allerdings die Entwicklung in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich verlief. Österreich verzeichnete im ersten Halbjahr ein Plus von gut einem Prozent bei der Anlieferung. Die Preise für die wichtigsten Standard-Milchprodukte haben sich seit dem letzten Quartalsbericht im März 2010 substanziell erhöht, teilt die Kommission mit. Bei Käse kam es zu einem Anstieg um 20 Prozent, bei Butter und Vollmilchpulver um 23 Prozent. Derzeit scheinen sich die Notierungen zu stabilisieren, so die Einschätzung der Brüsseler Behörde.

Steigerungen im Export

Der saisonale Anstieg der Anlieferungen habe auch die Erzeugerpreise nicht besonders negativ beeinflusst, wird betont. Die ersten vier Monate des Jahres 2010 verliefen auch im Außenhandel mit Milchprodukten positiv, die Exporte konnten durchwegs forciert werden. Ausgeführt wurden 201.600 Tonnen Käse (+20 Prozent), 119.400 Tonnen Magermilchpulver (+105 Prozent), 114.200 Tonnen Molkenpulver (+7 Prozent) sowie 41.600 Tonnen Butter (+11 Prozent). Rückläufige Exporte wurden dagegen bei Vollmilchpulver mit 143.100 Tonnen (-10 Prozent) erhoben, weiters bei Kondensmilch mit 77.500 Tonnen (-0,2 Prozent) und bei Butteröl, wo die Lieferungen um drei Prozent auf 7.600 Tonnen sanken. (aiz)

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