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Milchproduktion

Verlustgeschäft: Milcherzeugungskosten auf knapp 45 Cent/kg gestiegen

Kühe werden gemolken
MEG Milchboard/Katharina Krenn/agrarheute
am
15.04.2016

Laut MEG Milchboard sind die Milcherzeugungskosten im Januar erneut leicht gestiegen. Damit liegt die Unterdeckung um 36 Prozent auf einem neuen Tiefstand.

Saisonal bedingt sind die Erzeugungskosten für Milch um 0,5 Cent auf 44,94 Cent pro Kilogramm gestiegen, meldet das MEG Milchboard. Mit einem durchschnittlichen Milchauszahlungspreis von 28,66 Cent pro Kilogramm, so die Rechnung des Milchmarker Index (MMI), verschlechterte sich die Preis-Kosten-Ratio weiter auf 0,64.

Damit würden mehr als ein Drittel der Kosten der Milcherzeugung durch die Erlöse nicht mehr abgedeckt.

Vergleich Nord-Süd: Unterschied von 4 Cent

In den Regionen Nord und Ost lagen die Milcherzeugungskosten mit 41,37 Cent beziehungsweise 41,47 Cent pro Kilogramm Milch sehr dicht beieinander, während sie in den südlichen Bundesländern mit 49,15 Cent pro Kilogramm Milch um mehr als 7 Cent höher lagen.

Andererseits sei der Milchauszahlungspreis im Norden auf rund 27 Cent abgesunken, während er im Süden noch über 30 Cent lag. Der Unterschied betrug mehr als 4 Cent.

Hintergrund Milchmarker Index (MMI)

Die Kalkulationen zum MMI basieren ab sofort auf den aktuellsten europäischen Daten (INLB 2013), berichtet das MEG Milchboard weiter. Der Milch Marker Index (MMI) beruht auf der Studie "Was kostet die Erzeugung von Milch?".

Der Index zeigt die Entwicklung der Milcherzeugungskosten auf und wird in regelmäßigen Abständen vom Büro für Agrarsoziologie und Landwirtschaft (BAL) aktualisiert. Die Berechnungen basieren auf Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) und des Informationsnetzes Landwirtschaftlicher Buchführungen der EU (INLB).

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